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26.05.2015

09:13 Uhr

Europäische Aktien

„Europas Bankenrally steht erst am Anfang“

Sie waren die Verlierer in der Finanzkrise, jetzt könnten sie es laut Anlageexperten auf die Überholspur schaffen: Aktien europäischer Banken. Doch statt auf den breiten Index zu setzen, empfehlen Experten Einzelwerte.

Das Institut hat seinen Gewinn im ersten Quartal verdoppelt. Reuters

Intesa Sanpaolo

Das Institut hat seinen Gewinn im ersten Quartal verdoppelt.

New YorkWas ist das bevorzugte Investment von Bullen, die nach Risiko, Wert und binnenwirtschaftlichem Wachstum streben? Europäische Banken. Deren Aktien haben seit ihrem Tief vom Januar um 28 Prozent zugelegt, werden aber noch immer mit einem Abschlag gegenüber ihrem Zweijahresdurchschnitt gehandelt. Das macht die Branche zur günstigsten in der Region. Die Kosten für Optionen zur Absicherung gegen Kursschwankungen bei Bankaktien erreichten im Verhältnis zu jenen des Euro Stoxx 50 Index in diesem Monat das niedrigste Niveau seit mehr als fünf Jahren.

Die Rally bei den Finanzhäusern wird sogar die Exporteure übertrumpfen, die mit dem schwächeren Euro gestiegen sind, meint Alex Altmann von der Citigroup. Der Leiter für Aktienhandelsstrategie empfiehlt Banken zum Kauf, beim breiteren Index setzt er aber auf fallende Kurse.

Im Zuge der Wirtschaftserholung geraten jene Unternehmen in den Fokus der Anleger, die am meisten vom heimischen Wachstum profitieren. Darüber hinaus helfen die Wertpapierkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) den Ergebnissen einiger Firmen auf die Sprünge – so wie bei Intesa Sanpaolo. Der Gewinn der italienischen Bank hatte sich im ersten Quartal verdoppelt, während Intesa ihre Staatsanleihen verkaufte.

Aktienarten

Inhaberaktie

Ein Eigentümerwechsel ist jederzeit möglich.

Namensaktie

Die Besitzer sind in ein Aktionärsregister eingetragen.

Stammaktie

Der Aktionär hat alle gesetzlichen Mitspracherechte.

Vorzugsaktie

Der Aktionär erhält eine höhere Dividende, verzichtet aber auf Mitspracherechte.

Stückaktie

Der Aktionär ist mit einem prozentualen Beitrag am Grundkapital beteiligt.

Nennwertaktie

Der Aktionär ist mit einem bestimmten Euro-Betrag (mindestens ein Euro) am Grundkapital beteiligt.

Quelle

„Aktien für Dummies“, Autoren: Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein. ISBN: 978-3-527-71018-8

„Wir sehen eine erhebliche Umschichtung in Sektoren mit hoher Wertschöpfung”, sagt Altmann. „Äußerungen aus der EZB haben zuletzt das Kreditwachstum als wesentliche Triebkraft einer breit basierten Erholung stark hervorgehoben. Die Kreditvergabe hat sich ein bisschen verbessert, und das hat uns optimistischer werden lassen.”

Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in der Region sind gestiegen. Auch die Vergabe von Darlehen an Unternehmen und Haushalte verbesserte sich und nahm der EZB zufolge im März erstmals seit drei Jahren wieder zu. Die Jahresgewinne der Banken laufen auf ein Fünfjahreshoch zu, zeigen Schätzungen von Analysten. Und zum 13,3-Fachen der erwarteten Gewinne liegt das Bewertungsniveau des Euro Stoxx Banks Index etwa 16 Prozent niedriger als am übrigen Markt.

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