Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.06.2015

17:06 Uhr

Europäische Bankenaufsicht

EZB bricht mit deutscher Aufsichtspraxis

VonDaniel Schäfer , Yasmin Osman

In der Griechenland-Krise setzt die EZB ein Zeichen des Vertrauens. Nach Handelsblatt-Informationen werden Aufsichtsratssitzungen von Banken weniger streng überwacht. Trotzdem haben Aufsichtsräte keinen Freifahrtschein.

Weniger Kontrolle: Die EZB zieht den Strick um die Bankenaufsichtsräte lockerer. dpa

EZB und die Banken

Weniger Kontrolle: Die EZB zieht den Strick um die Bankenaufsichtsräte lockerer.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank bricht mit der bisherigen Kontrollpraxis der deutschen Finanzaufsicht Bafin. Die Aufseher der EZB wollen künftig nur noch sporadisch die Aufsichtsratssitzungen der Großbanken besuchen, berichtet das Handelsblatt in ihrer Freitagsausgabe. „Dazu gibt es eine Richtlinie auf Ebene der Generaldirektoren“, sagte eine mit dem Sachverhalt vertraute Person der Zeitung.

Seit dem Beinahe-Kollaps großer deutscher Institute wie der Hypo Real Estate hatten die deutschen Finanzaufseher wichtige Kreditinstitute besonders eng begleitet. Regelmäßig besuchen seither Vertreter der Bafin und der Bundesbank die Sitzungen des Aufsichtsrats wichtiger Banken.

EZB als Bankenaufseher: Bankenwächter lassen Leinen locker

EZB als Bankenaufseher

Premium Bankenwächter lassen Leinen locker

Statt auf die Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen zu setzen, wie die deutsche Finanzaufsicht, treffen die europäischen Bankaufseher Aufsichtsratsmitglieder lieber mal persönlich. Das macht Mandatsträger nervös.

Doch die seit dem vergangenen November für die direkte Aufsicht der 123 bedeutendsten europäischen Banken zuständige EZB macht nun Schluss mit dieser permanenten Kontrolle. Hintergrund für den Kurswechsel ist die Harmonisierung der Aufsicht in Europa. Außerhalb Deutschlands ist die regelmäßige Überwachung der Aufsichtssitzungen nämlich nicht üblich.

Die Europäische Zentralbank betonte, der Kontakt mit individuellen Aufsichtsräten stehe aber weiterhin ganz oben auf ihrer Agenda. „Als Teil der fortlaufenden Überwachung treffen sich die gemeinsamen Aufsichtsteams regelmäßig mit denjenigen Personen der Banken, die Schlüsselfunktionen inne haben“, sagte eine Sprecherin. Bundesbank und Bafin wollten die Informationen nicht kommentieren.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Wolfgang Trantow

25.06.2015, 17:38 Uhr

Banken/Banker? Da Frau Merkel dien Leuten ungegrenzte, gewissenlose Unterstützung zusagte. wird sich nichts ändern.War Deutschland pleite weil Herstatt pleite ging? Nur Frau Merkel ist dieser Meinung. Ich vermute daher, ohne Beweise zu haben, Frau Merkel hat Schwarzgeldkonten ind Griechenland! Warum ist Frau Merkel für die Rentenkürzung in Griechenland und weigert sich die Politiker in Verantwortung zu nehmen? Warum fordert Sie nicht die Einkommenskürzung und Haftung für die griechischen Politiker? Wieso fordert Sie nicht die Bestrafung der Politiker , die sich in die EU lügten und betrügten? Sind das Ihre Vorbilder? Wieso ist Sie unbedingt für die Bezahlung und Lösung aller Probleme durch Deutschland? Sind überall, bis auf Frau Merkel, nur Vollidioten am Werk??

Herr Helmut Paulsen

25.06.2015, 18:00 Uhr

 
Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Helmut Paulsen

25.06.2015, 18:02 Uhr

 
Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×