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05.01.2016

20:07 Uhr

Europäische Zentralbank

Anleihenkäufe ruhen zum Jahreswechsel

Über Anleihenkäufe pumpt die Europäischen Zentralbank jeden Monat Milliarden in das Finanzsystem, im vergangenen Jahr waren es rund 491,2 Milliarden Euro. Zum Jahreswechsel haben die Euro-Wächter eine Pause eingelegt.

Ziel der EZB ist es, mit der Geldflut die niedrige Inflation anzuheizen und Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an die Wirtschaft zu bewegen. dpa

EZB-Präsident Mario Draghi

Ziel der EZB ist es, mit der Geldflut die niedrige Inflation anzuheizen und Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an die Wirtschaft zu bewegen.

FrankfurtDie EZB hat bei ihrem großangelegten Anleihen-Kaufprogramm zum Jahreswechsel eine Pause eingelegt. In der Woche bis zum Neujahrstag sank wegen fällig werdender Anleihen das Volumen der erworbenen Staatspapiere der Euro-Länder sogar um 1,836 Milliarden Euro.

Seit Programmstart im März 2015 kauften die EZB und die nationalen Notenbanken damit bis zum Neujahrstag Wertpapiere im Gesamtumfang von rund 491,2 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank am Dienstag mitteilte. Die EZB hatte angekündigt, nach einer Pause vom 22. Dezember bis Neujahr am 4. Januar wieder einzusteigen. Vor der Weihnachtszeit wurden zeitweise mehr Bonds erworben.

Die Euro-Wächter pumpen über die Käufe je Monat Milliarden Euro in das Finanzsystem – den größten Anteil davon machen Staatsanleihen aus. Im Dezember waren es insgesamt rund 50,3 Milliarden Euro. Das mittlerweile auf 1,5 Billionen Euro angelegte Programm, das auch Pfandbriefe und Hypothekenpapiere umfasst, soll bis mindestens Ende März 2017 laufen.

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Ziel der EZB ist es, mit der Geldflut die niedrige Inflation anzuheizen und als Hilfe für die Konjunktur Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an die Wirtschaft zu bewegen. Bislang ist es ihr aber noch nicht gelungen, die Teuerung merklich nach oben zu treiben, was Spekulationen über eine Ausweitung des Programms neue Nahrung gab.

Von

rtr

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