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17.01.2012

00:20 Uhr

Europäische Zentralbank

Draghi sieht Gründe für Optimismus in Europa

Im Kampf gegen die Krise werde die Europäische Zentralbank alles in ihrer Macht stehende unternehmen, sagt EZB-Chef Mario Draghi. Er liefert auch seine Perspektive über die Finanz-Fortschritte in Europa.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). dpa

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB).

Straßburg Trotz einer „sehr schweren“ Wirtschaftslage in Europa machen die Staaten bei der Konsolidierung ihrer Finanzen nach den Worten von EZB-Chef Mario Draghi klare Fortschritte. „Es ist ermutigend, was sich in Europa im Großen und Ganzen abzeichnet“, sagte Draghi am Montag vor einem Gremium des Europarlaments in Straßburg. Die Regierungen hätten ihre Entschlossenheit deutlich gemacht.

Im Kampf gegen die Krise werde die EZB im Rahmen der Vertragsregeln alles in ihrer Macht stehende unternehmen, betonte Draghi, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Europäischen Systemrisikorats (ESRB) sprach.

Die beispiellose Geldspritze der Notenbank von fast einer halben Billion Euro im Dezember für Europas Banken bezeichnete Draghi als Operation „die funktioniert hat und es weiter tut“.

Kurz vor Weihnachten hatten sich die Geldhäuser bei der EZB 489 Milliarden Euro für drei Jahre besorgt. Die rekordhohe Nutzung der Einlagefazilität der Zentralbank, der sogenannten „Angstkasse“, deute nicht darauf hin, dass die EZB-Mittel - wie befürchtet - einbehalten und nicht an die Realwirtschaft weitergereicht werde.

Da sich die Banken nicht mehr vertrauen und untereinander so gut wie kein Geld leihen, parken viele Institute überschüssiges Geld lieber bei der EZB und nehmen Zinsverluste in Kauf. Von der Herabstufung von neun Euro-Staaten durch Standard & Poor's hätten sich die Finanzmärkten kaum überraschen lassen. Dieser Schritt sei zumeist eingepreist gewesen, sagte Draghi.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Europhiler_Euroskeptiker

17.01.2012, 01:41 Uhr

Wenn die EZB androht, "alles in ihrer Macht stehende" zu unternehmen, müssen sich Europas Sparer wohl sehr warm anziehen. Dieses System ist nicht mehr reformierbar, weil Vereinbarungen und Verträge keinen Wert mehr haben und jederzeit nach Belieben gebrochen werden. Wichtig wäre nun ein konsequenter und schneller Austritt Deutschlands, denn jede weitere Verzögerung des Unvermeidlichen macht die Angelegenheit nur noch teurer.

TTT

17.01.2012, 02:12 Uhr

Na, wenn Mr. Bazooka aus Italia das so sieht, fühle ich mich doch direkt beruhigt.

Überhaupt muss ich feststellen, dass die Ansprachen von der Brücke immer beruhigender werden, desto mehr sich der havarierte Dampfer zur Seite neigt.

So müssen sich zuletzt die Passagiere auf der "Costa Concordia" gefühlt haben, als der Captain seinem Oberkellner zuliebe den gesamten Dampfer Schrott fuhr.

LenaKuhn

17.01.2012, 03:57 Uhr

warum muss ich meine Eingabe wiederholen?

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