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15.05.2015

09:51 Uhr

Europäische Zentralbank

Draghi und die Nebenwirkungen der EZB-Politik

EZB-Präsident Mario Draghi hat in einer Rede vor dem Internationalen Währungsfonds die Fortsetzung des umstrittenen Anleihe-Kaufprogramms der Europäischen Zentralbank bekräftig. Allerdings erkennt er auch Risiken.

EZB-Präsident Mario Draghi (rechts) hielt am Donnerstag eine Rede beim Internationalen Währungsfonds auf Einladung von IWF-Chefin Christine Lagarde. dpa

Draghi in Washington

EZB-Präsident Mario Draghi (rechts) hielt am Donnerstag eine Rede beim Internationalen Währungsfonds auf Einladung von IWF-Chefin Christine Lagarde.

WashingtonDie Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben nach Einschätzung von Notenbankchef Mario Draghi positive Effekte auf Investitionen, den privaten Konsum und die Entwicklung der Verbraucherpreise. In einer Rede in Washington warnte Draghi am Donnerstag, dass die aggressive Geldpolitik Nebeneffekte wie die Instabilität des Finanzsystems mit sich bringen könnte und Marktteilnehmer und Notenbanker darauf achten müssten. Die EZB werde ihr Kaufprogramm von Wertpapieren aber wie beschlossen fortsetzen werde.

Draghi räumte ein, dass die Fortschritte in der Eurozone im Kampf gegen eine flaue Konjunktur und eine zu niedrige Inflation nur zögerlich einträten. „Nach beinahe sieben Jahren einer lähmenden Krise nehmen Firmen und private Haushalte nur sehr zögerlich Risiken in Kauf.“ Daher werde es noch einige Zeit dauern, bis die Maßnahmen der EZB zum gewünschten Erfolg führen werden, so Draghi.

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Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank stand zuletzt häufig im Zentrum der Kritik. Experten vermuten, dass sich durch diese Politik möglicherweise sogenannte „Bubbles“ an den Finanzmärkten bilden.

Die EZB kauft seit März öffentliche Anleihen in einem Volumen von monatlich 60 Milliarden Euro, um die Wirtschaft der Eurozone stärker anzukurbeln und die Inflation wieder in den gewünschten Bereich von knapp zwei Prozent zu drücken.

Das Kaufprogramm soll bis September 2016 laufen und ist auch in Kreisen der EZB nicht unumstritten. So hatte zuletzt Bundesbankchef und EZB-Ratsmitglied Jens Weidmann im „Handelsblatt“ seine Einwände erneuert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Peter Spiegel

15.05.2015, 10:05 Uhr

Die zwei auf dem Foto lachen wohl auch über Herrn Jens Weidmann.

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