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06.04.2017

14:35 Uhr

Europäische Zentralbank

EZB diskutierte im März den Zinsausblick

Laut Protokoll der Zinssitzung im März haben die EZB-Ratsmitglieder über eine Änderung ihrer Geldpolitik nachgedacht. Sie sei aber als verfrüht eingestuft worden. Die Konjunkturaussichten seien weiterhin zu unsicher.

Als Grund für die Beibehaltung des Zinsausblicks führten die Währungshüter an, dass „noch erhebliche Unsicherheit“ hinsichtlich der Konjunkturaussichten und der Robustheit der Inflationsentwicklung bestehe. dpa

EZB in Frankfurt/Main

Als Grund für die Beibehaltung des Zinsausblicks führten die Währungshüter an, dass „noch erhebliche Unsicherheit“ hinsichtlich der Konjunkturaussichten und der Robustheit der Inflationsentwicklung bestehe.

FrankfurtDie EZB hat auf ihrer Zinssitzung im März wegen verbesserter Konjunkturaussichten über eine Veränderung ihres geldpolitischen Ausblicks diskutiert. Es sei vorgebracht worden, dass eine Streichung des Hinweises auf möglicherweise noch niedrigere Zinsen im Einklang mit einer graduellen und vorsichtigen Anpassung des Ausblicks stehen würde, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll des Treffens.

Insgesamt aber sei eine Streichung des Hinweises als verfrüht eingestuft worden. Die Währungshüter hatten auf ihrer Ratssitzung bekräftigt, dass die Schlüsselzinsen weit über die Zeit des laufenden Anleihenkaufprogramms hinaus auf dem aktuellen Niveau oder sogar noch niedriger liegen werden.

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Als Grund für die Beibehaltung des Zinsausblicks führten die Währungshüter laut Protokoll an, dass „noch erhebliche Unsicherheit“ hinsichtlich der Konjunkturaussichten und der Robustheit der Inflationsentwicklung bestehe. Gleichzeitig vertraten die Euro-Wächter aber auch die Ansicht, dass sich die Risikobilanz klar verbessert habe. Die Gefahr einer Deflation – einer gefährlichen Abwärtsspirale bei Preisen und Löhnen – sei weitgehend verschwunden. Die EZB hatte auf dem Ratstreffen die Leitzinsen unverändert auf dem Rekordtief von null Prozent gelassen und auch an ihrem billionenschweren Anleihen-Kaufprogramm keine Abstriche vorgenommen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Heinz Keizer

06.04.2017, 15:49 Uhr

Die Nullzinspolitik des Herrn Draghi wirkt sich nicht oder kaum auf die Konjunktur aus. Die größte Kapitalfehlallokation aller Zeiten in Europa hat sich auch nicht auf die Realwirtschaft ausgewirkt. Sie führte zu einer Inflation der Vermögenswerte. Mit seiner Politik unterstützt er lediglich die Südländer dabei, notwendige Reformen nicht durchzuführen. Die Konjunkturaussichten werden in den nächsten Jahren nicht besser sein als jetzt. Der Brexit steht vor der Tür und weltweit nimmt der Protektionismus wieder zu.

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