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05.10.2015

16:18 Uhr

Europäische Zentralbank

EZB drosselt Tempo ihres Anleihen-Kaufprogramms erneut

Die EZB hat auch in der vergangenen Woche das Tempo ihres Anleihen-Kaufprogramms gedrosselt. Die Währungshüter nahmen Staatsbonds für 8,44 Milliarden Euro in ihre Bücher, deutlich weniger als in der Vorwoche.

Die Frankfurter Währungshüter haben das Tempo ihres Anleihen-Kaufprogramms abermals deutlich gedrosselt. dpa

EZB in Frankfurt am Main

Die Frankfurter Währungshüter haben das Tempo ihres Anleihen-Kaufprogramms abermals deutlich gedrosselt.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) hat die Geschwindigkeit ihres großen Anleihen-Kaufprogramms verringert. Die Frankfurter Währungshüter nahmen in der Woche zum 2. Oktober Staatsbonds für 8,44 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte. In der Woche zuvor waren es noch 11,16 Milliarden Euro gewesen. Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder erwarben damit seit dem Beginn der Käufe am 9. März insgesamt Staatsbonds im Gesamtumfang von 346,32 Milliarden Euro. EZB-Präsident Mario Draghi will mit der großen Geldschwemme die Banken dazu bewegen, mehr Kredite an Firmen und Haushalte zu vergeben statt in Bonds zu investieren.

Durch die Käufe sollen die Anleihenrenditen sinken, womit die Bonds als Investment an Attraktivität einbüßen. Vergeben Banken stattdessen mehr Darlehen an die Wirtschaft, wird die Konjunktur im Euroraum gestützt, was den Preisen Auftrieb geben soll. Allerdings blieb bisher der große Schub für die Inflation aus: Im September waren die Preise im Währungsgebiet sogar um 0,1 Prozent gesunken. Die EZB verfehlt damit zurzeit deutlich ihr Ziel einer Teuerung von knapp zwei Prozent, die sie als ideal für die Wirtschaftsentwicklung ansieht.

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An den Finanzmärkten wird inzwischen darauf spekuliert, dass die Notenbank ihr Programm ausweiten könnte. Bislang ist es - Pfandbriefe und Hypothekenpapiere eingeschlossen - auf insgesamt 1,14 Billionen Euro angelegt und soll bis September 2016 laufen. Die Ratingagentur S&P hielt zuletzt eine Verlängerung der Käufe bis Mitte 2018 und eine Erhöhung des Umfangs auf bis zu 2,4 Billionen Euro für möglich.

Von

rtr

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