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17.03.2014

14:12 Uhr

Eurostat

Inflation im Euroraum noch geringer als gedacht

In der Eurozone sind die Verbraucherpreise noch weiter gesunken als bisher angenommen. Die neue Berechnung dürfte die Sorgen um eine mögliche Deflation in der Eurozone weiter anheizen.

Die Angst vor einer Deflation in Europa wächst: Den Eurostat-Angaben zufolge sanken die Verbraucherpreise im Februar in vier Euro-Ländern. imago stock&peopleimago

Die Angst vor einer Deflation in Europa wächst: Den Eurostat-Angaben zufolge sanken die Verbraucherpreise im Februar in vier Euro-Ländern.

BrüsselDie Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Februar neuen Zahlen zufolge noch weniger gestiegen als gedacht. Eine zweite Berechnung habe einen Anstieg von 0,7 Prozent im Vergleich zum Februar 2013 ergeben, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag mit. Zum Monatswechsel hatte die Behörde die Inflationsrate noch auf 0,8 Prozent geschätzt. Damit hätte sie auf dem gleichen Niveau gelegen wie im Januar.

Die neue Berechnung dürfte die Sorgen um eine mögliche Deflation in der Eurozone weiter anheizen. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei der Marke von nahe, aber unterhalb von zwei Prozent gewahrt. Zuletzt hatte die EZB ihre Inflationsprognose für dieses und das kommende Jahr gesenkt, auf 1,0 beziehungsweise 1,3 Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi hat die Gefahr einer Deflation aber mehrfach verneint.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Den Eurostat-Angaben zufolge sanken die Verbraucherpreise im Februar in vier Euro-Ländern: in Zypern (minus 1,3 Prozent), Griechenland (minus 0,9 Prozent), Portugal und der Slowakei (jeweils minus 0,1 Prozent). Die höchsten Inflationsraten gab es demnach in Finnland und Malta mit einer Preissteigerung von jeweils 1,6 Prozent und Österreich mit 1,5 Prozent. Für die EU insgesamt wurde eine Preissteigerung von 0,8 Prozent berechnet, nach 0,9 Prozent im Januar.

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

17.03.2014, 14:27 Uhr

Ja, stimmt genau. Ich kann mir von meinem Gehalt jeden Monat so viel mehr kaufen. Neulich bin ich noch zum Chef gegangen und habe gesagt, er soll mir wegen der Deflation das Gehalt kürzen. Ich konnte es einfach nicht mehr mit ansehen, wie ich immer mehr Waren für mein Geld kaufen konnte.

Account gelöscht!

17.03.2014, 14:33 Uhr

"Inflation im Euroraum noch geringer als gedacht"

Haben die Eurostatisten wohl den Plan übererfüllt...

Account gelöscht!

17.03.2014, 16:21 Uhr

Erzeuger- und Großhandelspreise zeigen auch in D bereits nach unten. Das kommt mit Verzögerung auch beim Verbraucher an. Die Preissenkungen bei Aldi sind ein guter Indikator.

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