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30.01.2013

09:31 Uhr

Ex-Euro-Gruppenchef

Juncker warnt vor Schuldenproblemen Zyperns

Der jüngst zurückgetretene Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker drängt zu einer baldige Lösung bei den Schuldenproblemen Zyperns. Von der kleinen Volkswirtschaft geht seiner Meinung nach auch eine Ansteckungsgefahr aus.

Jean-Claude Juncker will Zypern nicht unterschätzt wissen. Reuters

Jean-Claude Juncker will Zypern nicht unterschätzt wissen.

WienDer gerade abgetretene Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker warnt vor einer zögerlichen Lösung der Schuldenprobleme Zyperns. "Man sollte das Problem Zypern nicht unterschätzen", sagte er der "Kleinen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Das wird für beide eine enorme Herausforderung, für Zypern wie für die Euro-Zone. Die Zeit drängt. Wenn wir den Problemfall Zypern nicht entschlossen lösen, geht selbst von dieser sehr kleinen Volkswirtschaft eine Ansteckungsgefahr aus", sagte Juncker der österreichischen Tageszeitung.

Trotzdem wird sich Europa nach Worten Junckers nicht bedingungslos an die Seite Zyperns stellen. "Ich glaube nicht, dass Griechenland eine Rettung um jeden Preis war, und wir werden auch im Fall Zypern keine Rettung um jeden Preis zulassen. Aber wir müssen handeln", sagte Juncker.

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Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge gibt die Regierung beim Hilfspaket für Zypern nach.

Die Regierung in Nikosia hatte im Sommer 2012 um finanzielle Hilfe gebeten. Mit dem Geld will der Mittelmeerstaat vor allem marode Banken stabilisieren. In einigen Euro-Staaten - vor allem in Deutschland - gibt es Vorbehalte gegen ein Rettungspaket, da Zypern die Banken mit Niedrigsteuersätzen ins Land gelockt hat und im Verdacht steht, halbherzig gegen Geldwäscheaktivitäten vor allem russischer Kontobesitzer vorzugehen.

Von

rtr

Kommentare (29)

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Ben-Wa

30.01.2013, 09:48 Uhr

Wenn ich den Terminus "Ansteckungsgefahr" im Zusammenhang mit dem Euro, diesem größenwahnsinnigen "politischen Projekt" lese, dann könnte ich nur noch kotzen! Widerlich!

Account gelöscht!

30.01.2013, 09:56 Uhr


Griechenland/Zypern gelten bei Goldmänern als hochgefährliche Schuldengranaten. Eine Lösung ist mit derzeitigen Verzögerungsansätzen nicht möglich. Wir gewinnen nur Zeit bis zum grossen "high noon glorreicher Eurocowboys"..

Die Seifenkiste rumpelt sauber den Berg runter.. Fritz freut sich riesig...

Micha

30.01.2013, 10:19 Uhr

GLEICHES RECHT FÜR ALLE EU-STAATEN!
Es ist eine Frage der Zeit, bis weitere Pleitestaaten folgen. Warum auch ernsthaft sparen? Lippenbekenntnisse reichen doch völlig aus!

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