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24.03.2016

14:08 Uhr

EZB-Anleihen-Käufe

Niederländische Notenbank bildet Rückstellungen

Die niederlänische Notenbank will sich gegen mögliche Verluste aus dem EZB-Anleihen-Kaufprogramm absichern. Die Rückstellungen der Währungshüter belaufen sich auf 500 Millionen Euro im laufenden Jahr.

Die niederländische Notenbank will insgesamt Rückstellungen von 3,8 Milliarden Euro aufbauen. Sie fürchtet sich vor Verlusten aus dem Anleihen-Kaufprogramm der EZB. dpa

Niederlande

Die niederländische Notenbank will insgesamt Rückstellungen von 3,8 Milliarden Euro aufbauen. Sie fürchtet sich vor Verlusten aus dem Anleihen-Kaufprogramm der EZB.

AmsterdamDie niederländische Zentralbank (DNB) will zur Abdeckung möglicher Verluste aus dem Anleihen-Kaufprogramm der EZB milliardenschwere Rückstellungen bilden. Im laufenden Jahr beliefen sich diese zunächst auf 500 Millionen Euro, teilte Finanzminister Jeroen Dijsselbloem am Donnerstag dem niederländischen Parlament in einem Brief mit. Insgesamt sollen Rückstellungen von 3,8 Milliarden Euro aufgebaut werden. Dijsselbloem zufolge erwartet die Zentralbank, Verluste mit den erworbenen Bonds einzufahren, die aktuell niedrige und zum Teil sogar negative Renditen aufweisen.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) startete im März 2015 ihr billionenschweres Anleihenkaufprogramm. Die Notenbanken der Euro-Länder erwerben dabei jeweils Staatsanleihen ihres eigenen Landes. Zehnjährige niederländische Staatsbonds werfen aktuell gerade einmal eine Rendite von 0,26 Prozent ab. Die Rendite dreijähriger Staatstitel ist sogar negativ - sie liegt bei minus 0,32 Prozent.

Die Rückstellungen der DNB bedeuten, dass die Überweisung der Zentralbank an den Staatshaushalt der Niederlande nun geringer ausfällt als bisher erwartet wurde. Allerdings soll sich nach neuen Daten, die der Finanzminister dem Brief beigab, dadurch die Verschuldung des Euro-Landes bis 2021 nicht groß verändern. Für das laufende Jahr wird ein Haushaltsdefizit von 1,7 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwartet.

Von

rtr

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