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11.07.2017

15:39 Uhr

EZB-Direktor Benoit Coeure

„Die Währungsabwertung ist ein Nebeneffekt der Geldpolitik“

Laut EZB-Direktor Benoit Coeure will die Europäische Zentralbank mit ihrer ultralockeren Geldpolitik keinesfalls den Wechselkurs schwächen. Anleihenkäufe seien keine geeigneten Treiber für Währungskriege.

Für den Zentralbanker zielt die Europäische Zentralbank nicht darauf ab, den Wechselkurs mit der ultralockeren Geldpolitik zu beeinflussen. Reuters

Benoit Coeure

Für den Zentralbanker zielt die Europäische Zentralbank nicht darauf ab, den Wechselkurs mit der ultralockeren Geldpolitik zu beeinflussen.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank zielt mit ihrer ultralockeren Geldpolitik laut EZB-Direktor Benoit Coeure nicht auf eine Schwächung des Wechselkurses ab. „Währungsabwertung ist ein Nebeneffekt der Geldpolitik und weder ihr Hauptübertragungskanal noch ihr Ziel“, sagte Coeure am Dienstag auf einer Veranstaltung in Frankfurt laut Redetext. Anleihenkaufprogramme seien auch kein Treiber für Währungskriege. Zwar habe das billionenschwere Kaufprogramm der EZB womöglich erhebliche grenzüberschreitende Kapitalflüsse ausgelöst. „Aber es ist alles andere als klar, ob das die Abwertung des effektiven Euro-Wechselkurses erklärt.“

Coeure zufolge beeinflussen Wertpapierkäufe der Notenbanken den Wechselkurs in weitgehend der gleichen Weise wie konventionelle Geldpolitik. Die Währungshüter wollen am 20. Juli in Frankfurt zu ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung zusammenkommen. Insidern zufolge dürften sie dann darüber beraten, ob sie einen weiteren Mini-Schritt in Richtung Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik wagen. Im Juni hatte der EZB-Rat angesichts zunehmend solider Wirtschaftsdaten die bis dahin stets erwähnte Option auf noch tiefere Schlüsselzinsen aus dem geldpolitischen Ausblick gestrichen.

Von

rtr

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