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14.11.2017

17:35 Uhr

EZB-Konferenz

„Es muss auch ein Ohr geben, das zuhört“

VonJan Mallien, Frank Wiebe

Mit ihren Lippen bewegen Notenbanker wie Mario Draghi oder Janet Yellen die gesamte Finanzwelt. Ihr wichtigstes Werkzeug sind inzwischen Worte. Doch das Ganze ist nicht so einfach, wie man vielleicht denkt.

Die beiden mächtigsten Notenbanker der Welt auf der Bühne in Frankfurt. dpa

EZB-Konferenz in Frankfurt

Die beiden mächtigsten Notenbanker der Welt auf der Bühne in Frankfurt.

FrankfurtGeldpolitik verständlich zu machen, ist kompliziert. Jahrzehntelang haben Notenbanken deshalb lieber gleich darauf verzichtet, sie der Öffentlichkeit detaillierter zu erklären. Legendär ist der Satz vom früheren US-Notenbankchef Alain Greenspan: „Wenn sie mich verstanden haben, habe ich mich wohl nicht unklar genug ausgedrückt.“

Dass sich diese Haltung seit der Finanzkrise deutlich geändert hat, zeigt sich daran, dass die wichtigsten Notenbanker am Dienstag in Frankfurt über Kommunikation von Zentralbanken diskutierten. Mit dabei Janet Yellen aus Washington als Chefin der US-Notenbank (Fed), Haruhiko Kuroda als Chef der Bank of Japan, Mark Carney als Chef der Bank of England und der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, als Gastgeber.

Der EZB-Chef machte dabei deutlich, dass zur Kommunikation aber auch zwei Seiten gehörten. „Es muss auch ein Ohr geben, das bereit ist zuzuhören.“ Die EZB kommuniziere in Englisch. Zwar würden offizielle Stellungnahmen der Notenbank für den Euroraum in fast 20 Sprachen übersetzt. Dennoch sei es schwer die Leute direkt zu erreichen. Es könne passieren, dass Medien „in ihrer eigenen Sprache immer wieder dasselbe schreiben, unabhängig von der Realität.“

Zitate Mario Draghi

3.11.2011

„Wir werden von niemandem gedrängt. Wir sind unabhängig. Wir bilden uns unsere eigene Meinung. Das ist es.“

(Draghi bei seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt am 3.11.2011 in Frankfurt)

26.07.2012

„Die EZB ist bereit, im Rahmen ihres Mandats alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir: Es wird genug sein.“

(Draghi am 26.7.2012 in London)

4.7.2013

„Der EZB-Rat erwartet, dass die Zinssätze der EZB für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau oder darunter bleiben werden.“

(Draghi legt sich nach der EZB-Sitzung vom 4.7.2013 erstmals in der Geschichte der Notenbank auf künftige Zinsentscheidungen fest)

7.11.2013

„Wenn wir Deflation verstehen als einen weit verbreiteten Verfall von Preisen in vielen Warengruppen und in mehreren Ländern - das sehen wir nicht.“

(Draghi am 7.11.2013 nach der Senkung des Leitzinses von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent)

3.4.2014

„Der EZB-Rat ist sich einig, dass die EZB gegebenenfalls auch weitere unkonventionelle Maßnahmen im Rahmen ihres Mandats einsetzen wird, um die Risiken einer zu langen Periode niedriger Inflationsraten in den Griff zu bekommen.“

(Draghi nach der Sitzung des EZB-Rates am 3.4.2014 in Frankfurt)

8.5.2014

„Der EZB-Rat fühlt sich wohl damit, beim nächsten Mal zu handeln.“

(Mario Draghi nach der auswärtigen Sitzung des EZB-Rates am 8.5.2014 in Brüssel.)

26.5.2014

„Wir werden nicht zulassen, dass die Inflation zu lange auf zu niedrigem Niveau bleibt.“

(Draghi am 26.5.2014 bei einer EZB-Konferenz im portugiesischen Sintra)

Seit der Finanzkrise aber ist die Kommunikation zum wichtigsten Instrument der Notenbanken geworden. Die EZB versucht beispielsweise über die so genannte Forward Guidance die Erwartungen der Märkte über ihre Geldpolitik zu steuern. Dieser Ausblick sei ein vollwertiges Instrument der Geldpolitik geworden, sagte Draghi. Bislang seien die Erfahrungen damit erfolgreich gewesen. „Warum ein geldpolitisches Instrument abschaffen, das sich als wirksam erwiesen hat?“, fügte er hinzu.

Auch US-Notenbankchefin Janet Yellen wertete den Einsatz der Forward Guidance positiv. Sie betonte für die US-Notenbank aber: „Jedweder Ausblick sollte von den Aussichten der Wirtschaft abhängig und darauf bezogen sein.“

Kommentare (1)

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Herr Carlos Santos

14.11.2017, 18:37 Uhr

EZB-KONFERENZ
„Es muss auch ein Ohr geben, das zuhört“
von:
Jan MallienFrank Wiebe
Datum:
14.11.2017 17:35 Uhr
Mit ihren Lippen bewegen Notenbanker wie Mario Draghi oder Janet Yellen die gesamte Finanzwelt. Ihr wichtigstes Werkzeug sind inzwischen Worte. Doch das Ganze ist nicht so einfach, wie man vielleicht denkt.

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=======>>> „Es muss auch ein Ohr geben, das zuhört“ ??????????

DANN SOLLTE DIE EUROPÄISCHE UNION ABER BEIDE OHREN ZUM ZUHÖREN BEREIT STELLEN UND BEIDE AUGEN WEIT ÖFFNEN ZUM SEHEN, welchen Schaden diese Europäische Union an Gesamt Europa verrichtet indem es sich mit Kontraproduktive Absurde Argumentationen gegen dem US-President TRUMP los schlägt anstatt bei sich selber zu beginnen erneut das Europäischer Kontinent an dem USA zu verbinden und zu binden zu beginnen was längst überfällig wäre !!!

OHNE USA GIBT ES KEINE ZUKUNFT FÜR DIE EUROPÄISCHE WIRTSCHAFT !!!
So jetzt kann Brüssel nicht mehr sagen man hätte es denen nie geschrieben oder gesagt !!!

davon abgesehen diese EU MUSS WEG !

EXIT AUS DER EU FÜR ALLE IN EUROPA !

" Wir sind das Volk und wir wollen diese EU nicht länger erhalten und schon gar nicht länger verhalten !!!!!"


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