Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.07.2017

20:19 Uhr

EZB

Nowotny für allmähliches Herunterfahren der Anleihenkäufe ab 2018

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny plädiert für ein langsames Herunterfahren des Anleihenkaufprogramms ab 2018. Zu einem konkreten zeitlichen Fahrplan für den Ausstieg äußerte sich Österreichs Notenbank-Chef skeptisch.

„Ich halte es für klug, langsam vom Gas zu gehen“, so das EZB-Ratsmitglied. Reuters

Ewald Nowotny

„Ich halte es für klug, langsam vom Gas zu gehen“, so das EZB-Ratsmitglied.

FrankfurtÖsterreichs Notenbankchef Ewald Nowotny hat sich für ein behutsames Herunterfahren der billionenschweren Anleihenkäufe der EZB ab dem kommenden Jahr ausgesprochen. „Ich halte es für klug, langsam vom Gas zu gehen“, sagte Nowotny den „Salzburger Nachrichten“. Die EZB müsse sich bald klar äußern, da das Anleihen-Kaufprogramm zum Jahresende ablaufe. „Die Frage ist nicht wann, sondern wie es weitergeht“, sagte das EZB-Ratsmitglied. Das werde von den wirtschaftlichen Perspektiven für 2018 abhängen, die die EZB im Herbst haben werde.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann habe zuletzt gesagt, man solle den Fuß vom Gaspedal nehmen. „Ich glaube, das ist ein sehr gutes Bild“, sagte Nowotny. Es gehe nicht um eine abrupte Bremsung. Zu einem konkreten zeitlichen Fahrplan für den Ausstieg aus den Bondkäufen äußerte sich Österreichs Notenbank-Chef skeptisch: „Auch die US-Notenbank hat das Tapering (allmähliche Rücknahme der Anleihekäufe) eingesetzt, ohne sich auf einen festen Zeitplan zu verpflichten.“

Euro-Zone: IWF warnt vor Ende der lockeren Geldpolitik

Euro-Zone

IWF warnt vor Ende der lockeren Geldpolitik

Die Europäischen Zentralbank könnte bald den Kurs der extrem lockeren Geldpolitik verlassen. Der Internationale Währungsfonds warnt nun jedoch vor einem voreileigen Ausstieg aus der aktuellen Niedrigzinspolitik.

Die EZB und die nationalen Notenbanken des Euro-Raums erwerben seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Damit wollen sie die Konjunktur anheizen und für mehr Inflation im Währungsraum sorgen. Aktuell erwerben die Währungshüter Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro im Monat. Das Gesamtprogramm soll bis Jahresende ein Volumen von 2,28 Billionen Euro erreichen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×