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06.05.2015

21:37 Uhr

EZB prüft wieder

Banken sollen intensiv durchleuchtet werden

Noch in diesem Jahr will die EZB weitere Banken einer eingehenden Prüfung unterziehen, mit unterschiedlicher Intensität. Grund ist ein Bedeutungsgewinn der Häuser. Bis Ende 2015 sollen die Verfahren dann beendet sein.

Die EZB unterzieht noch in diesem Jahr weitere Banken einer eingehenden Prüfung. dpa

Oberste Bankenaufseher

Die EZB unterzieht noch in diesem Jahr weitere Banken einer eingehenden Prüfung.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) will in diesem Jahr neun Bankhäuser einem umfangreichen Gesundheitscheck unterziehen. Einige von ihnen haben in den vergangenen Monaten an Bedeutung gewonnen und werden deshalb erst jetzt von der EZB ins Visier genommen.

Bei acht Instituten sollen die Bilanzen intensiv durchleuchtet werden, wie die EZB am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die portugiesische Novo Banco solle lediglich einem Stresstest unterzogen werden. Die EZB hat vor einem halben Jahr die Aufsicht über die wichtigsten Banken in Europa übernommen und ist derzeit für die direkte Kontrolle von 123 Finanzhäusern zuständig.

„Die Banken wurden informiert und werden in den nächsten Monaten eng mit der EZB zusammenarbeiten mit der Aussicht, bis Ende 2015 die Prüfung zu beenden“, erklärte ein EZB-Sprecher. Die Notenbank setze dabei die gleichen Methoden an, die sie bereits im vergangenen Jahr angewendet habe. Damals waren im umfangreichsten Stresstest aller Zeiten 25 von 130 geprüften Instituten durchgefallen.

Zu den nun zu prüfenden Banken gehörten unter anderem die Österreich-Töchter der beiden größten russischen Banken Sberbank und VTB. Zudem würden die belgische Banque Degroof, die französische Agence Française de Développement, die J.P. Morgan Bank Luxembourg, die finnische Kuntarahoitus Oyj, die maltesische Mediterranean Bank sowie die slowenische Unicredit -Tochter durchleuchtet.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr reiner tiroch

07.05.2015, 15:16 Uhr

spart euch die Verarschung mit einem weiteren Stresstest den sowieso keiner glaubt.

Herr Manfred Zimmer

11.05.2015, 12:08 Uhr

Das sehe ich auch so!

Bemerkenswert ist jedoch, wenn man hinterfragen will, was denn die BAFin bisher so anstellte?

Herr Manfred Zimmer

11.05.2015, 13:39 Uhr

"Grund ist ein Bedeutungsgewinn der Häuser."

Ich bin gespannt wie die EZB dies einem Stresstest unterziehen und verifizieren will.

M.E. gibt es hier eine Horde von Personen, die die Leute um die Fichte führen und dabei kräftig absahnen wollen. Aber bleiben wir bei Herrn Stark und der Begründung für seinen Rücktritt: Die EZB ist demokratisch nicht legitimiert in die Parlamentsrechte der jeweiligen Staaten einzugreifen. Ihre Handlungsweise ist in sehr hohem Maße mit Erpressungspotential verbunden.

Politiker, die dieses Verhalten unterstützen, machen dies aus persönlichen, keinesfalls aus politisch-legitimierten Gründen.

Wenn es einen "Bedeutungsgewinn der Häuser" gegeben hat, dann kann dies nur unter diesem Erpressungspotential gesehen werden.

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