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13.09.2016

15:10 Uhr

EZB-Ratsmitglied Nowotny

Verstärkte Kooperation unter Zentralbanken gefordert

EZB-Ratsmitglied fordert einen „Geist des Dialogs und der Kooperation“ unter Notenbanken. Die lockere Geldpolitik stelle nicht nur Schwellenländer, sondern auch große Währungsräume vor Herausforderungen.

EZB-Ratsmitglied Nowotny fordert einen „Geist des Dialogs und der Kooperation“ unter den Notenbanken. Reuters

EZB-Chef Draghi (r) und -Ratsmitglied Nowotny

EZB-Ratsmitglied Nowotny fordert einen „Geist des Dialogs und der Kooperation“ unter den Notenbanken.

Wien/BerlinEZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hat die Notenbanken in Zeiten niedriger Zinsen und laxer Geldpolitik zum Schulterschluss aufgerufen. In dem derzeitig außergewöhnlichen Umfeld sei es wichtig, den „Geist des Dialogs und der Kooperation“ zu pflegen, sagte der Chef der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) am Dienstag auf einer Konferenz in Wien.

Die lockere Geldpolitik stelle nicht nur Schwellenländer und kleinere Volkswirtschaften vor Herausforderungen. Auch die großen Währungsräume wirkten mit ihrer Geldpolitik aufeinander ein, da die jeweiligen Wechselkurse bereits auf zu erwartende Veränderungen nervös reagierten.

In den USA wird momentan darüber spekuliert, ob die Notenbank Fed den Leitzins noch dieses Jahr anhebt. In Japan und der Euro-Zone könnte die Geldflut im Kampf gegen die hartnäckige Konjunkturflaute und die unerwünscht niedrige Inflation jedoch noch ausgeweitet werden.

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Dies dürfte tendenziell dafür sorgen, dass der Yen und der Euro zum Dollar abwerten. Damit würden sich amerikanische Produkte auf den Weltmärkten verteuern und der US-Aufschwung könnte gedämpft werden.

Die Wechselkurspolitik lieferte bereits mehrfach Zündstoff bei den Treffen der Gruppe der größten Industriestaaten (G7). Die USA haben Japan gewarnt, mit Eingriffen in den Devisenmarkt den Wechselkurs zu drücken und damit den eigenen Exporteuren Vorteile zu verschaffen.

Nowotny mahnte die Zentralbanken weltweit, bei den Auswirkungen der ultra-lockeren Geldpolitik stärker auf Impulse für den Binnenmarkt zu achten und weniger auf die Stärkung der Ausfuhrwirtschaft.

Von

rtr

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