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25.04.2017

12:03 Uhr

EZB-Ratsmitglied

Nowotny warnt vor Schlingerkurs von Trump

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny findet das Handeln der neuen US-Regierung beunruhigend. Grund sei vor allem die unklare Politik unter US-Präsident Donald Trump. Gefahren sieht er vor allem bei Strafzöllen.

Trumps geplante Steuerreform

„Erhoffter Wirtschaftsboom würde ausbleiben“

Trumps geplante Steuerreform  : „Erhoffter Wirtschaftsboom würde ausbleiben“

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FrankfurtÖsterreichs Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny warnt vor den Folgen einer unklaren Politik der neuen US-Regierung. Die Unsicherheiten in Bezug auf künftige Schritte der USA seien beunruhigend, sagte das EZB-Ratsmitglied der Zeitung „Der Standard“ in einem am Dienstag veröffentlichten Interview.

„Einer unserer Gesprächspartner in Washington hat uns gesagt, dass Trump und sein Team gar nicht erwartet haben, dass sie gewinnen.“ Sie besäßen zwar Wahlprogramme, seien aber nicht darauf vorbereitet, wie es jetzt weitergehen solle. „Das heißt, die größte Ökonomie der Welt könnte für einige Zeit orientierungslos dahinschlingern.“

Best of Mario Draghi

3.11.2011

„Wir werden von niemandem gedrängt. Wir sind unabhängig. Wir bilden uns unsere eigene Meinung. Das ist es.“

(Draghi bei seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt am 3.11.2011 in Frankfurt)

26.7.2012

„Die EZB ist bereit, im Rahmen ihres Mandats alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir: Es wird genug sein.“

(Draghi am 26.7.2012 in London)

3.4.2014

„Der EZB-Rat ist sich einig, dass die EZB gegebenenfalls auch weitere unkonventionelle Maßnahmen im Rahmen ihres Mandats einsetzen wird, um die Risiken einer zu langen Periode niedriger Inflationsraten in den Griff zu bekommen.“

(Draghi nach der Sitzung des EZB-Rates am 3.4.2014 in Frankfurt)

26.5.2014

„Wir werden nicht zulassen, dass die Inflation zu lange auf zu niedrigem Niveau bleibt.“

(Draghi am 26.5.2014 bei einer EZB-Konferenz im portugiesischen Sintra)

5.6.2014

„Das ist ein bedeutendes Maßnahmenpaket. Sind wir schon am Ende? Nein. Wir sind hiermit nicht am Ende, solange wir uns im Rahmen unseres Mandates bewegen.“

(Draghi am 5.6.2014 in Frankfurt nachdem die Notenbank ein ganzes Bündel von Maßnahmen gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche im Euroraum beschlossen hat)

4.9.2014

„Wir mussten etwas tun, das ist unsere Pflicht.“

(Draghi am 4.9.2014 in Frankfurt zum EZB-Beschluss, Kreditverbriefungen und Pfandbriefe zu kaufen)

22.1.2015

„Ich könnte ein paar Witze dazu erzählen. Aber ich lese einfach noch mal das Eingangsstatement vor. Denn das ist alles, was wir heute sagen können. Und ich vermeide Witze in dieser Sache lieber.“

(Draghi am 22.1.2015 auf die Frage eines Journalisten: „War's das jetzt? War's das - oder können die Leute erwarten, dass die Geldpolitik demnächst noch verschärft wird?“)

3.9.2015

„Wir haben den Willen und die Fähigkeit zu reagieren, falls dies notwendig ist.“

(Draghi am 3.9.2015 zu einer möglichen Ausweitung des Anleihenkaufprogramms)

9.3.2017

„Unsere Geldpolitik war erfolgreich.“

(Draghi am 9.3.2017 zum Anstieg der Inflation auf zwei Prozent)

9.3.2017

„Es gibt nicht mehr das Gefühl, dass das Risiko einer Deflation drängend ist.“

(Draghi am 9.3.2017 zum Erfolg seiner expansiven Geldpolitik)

Sorgen bereitet den Europäern Nowotny zufolge unter anderem die Idee des neuen US-Präsidenten Donald Trump, Exporte in die USA mit einer Strafsteuer zu belegen. „Für den europäischen Außenhandel würde es zu erheblichen Verschlechterungen kommen“, so der Notenbanker.

Die meisten seiner Gesprächspartner in Washington seien aber der Ansicht gewesen, dass es diese Steuer mit den Republikanern nicht geben werde. Der ranghöchste Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, gilt allerdings als Befürworter einer Importsteuer, die Güter aus dem Ausland mit einer 20-prozentigen Gebühr belasten würde.

Von

rtr

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