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05.06.2014

14:15 Uhr

Finanzen

EZB senkt Leitzins und führt Strafzins für Banken ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gesprochen: Europas Währungshüter senken den Leitzins auf historische 0,15 Prozent. Zudem müssen Banken künftig einen Strafzins bezahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken.

EZB-Neubau in Frankfurt dpa

EZB-Neubau in Frankfurt

FrankfurtBanken in den 18 Euro-Ländern müssen künftig eine Strafe zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Die Europäische Zentralbank (EZB) kappte am Donnerstag den Einlagesatz auf minus 0,10 Prozent. Er liegt damit zum ersten Mal unter der Nulllinie. Dies teilten die Währungshüter am Donnerstag mit.

Die Institute müssen somit draufzahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB horten. Auch der eigentliche Leitzins sinkt. Ihn reduzierten die Währungshüter von 0,25 auf nur noch 0,15 Prozent. Der Zins für kurzfristige Ausleihungen bei der Notenbank vermindert sich von 0,75 auf 0,40 Prozent.
Um 14.30 Uhr will sich EZB-Präsident Mario Draghi in einer Pressekonferenz zu der Entscheidung äußern und weitere geldpolitische Schritte ankündigen. Damit könnte die Zentralbank die zuletzt stockende Kreditvergabe ankurbeln und ein Abrutschen der Wirtschaft in eine ruinöse Abwärtsspirale mit sinkenden Preisen und nachlassenden Investitionen verhindern.

Der Dax reagierte zögerlich auf die Nachricht und schwankt in enger Bandbreite um die 9.970. Der Euro fiel kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung auf 1,3571 Dollar. Noch Anfang Mai war der Euro auf dem Weg zur 1,40 Dollar-Marke gewesen. Doch dann signalisierte EZB-Chef Mario Draghi die bevorstehende Lockerung der Geldpolitik für Juni.

Über die fortlaufenden Entwicklungen und Details zu den Entscheidungen informiert Sie hier unser Liveblog.

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Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

05.06.2014, 13:59 Uhr

Miauu Mioo, der Dax brennt bald lichterloh

Account gelöscht!

05.06.2014, 14:12 Uhr

Vielen Dank Herr Draghi. Das ist Enteignung der Bürger. Und nun fällt auch noch der Euro. Da kommt Freude auf: Wir dürfen wieder deutlich mehr für Benzin zahlen. Und natürlich die Steuern obendrauf für unseren Finanzminister.

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