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25.04.2017

14:36 Uhr

EZB-Umfrage

Firmen kommen wieder leichter an Kredite

Im ersten Quartal sind die Unternehmen im Euroraum leichter an Kredite gekommen. Das geht aus einer Umfrage der EZB hervor. Im kommenden Quartal sollen sich die Kreditbedingungen aber wieder leicht verschärfen.

Die Unternehmen aus dem Euroraum sollen im ersten Quartal deutlich leichter an Kredite gekommen sein als zuvor. dpa

EZB-Gebäude

Die Unternehmen aus dem Euroraum sollen im ersten Quartal deutlich leichter an Kredite gekommen sein als zuvor.

FrankfurtUnternehmen im Euro-Raum sind laut einer EZB-Umfrage im ersten Quartal etwas leichter an Kredite gekommen. Banken hätten ihre Vergabestandards geringfügig gelockert, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mit. Hauptgrund sei der Wettbewerb unter den Instituten gewesen. Noch im Schlussquartal 2016 hatten sie ihre Bedingungen etwas verschärft.

Die Entwicklung verlief allerdings im Euro-Raum nicht einheitlich. Während die Banken in Deutschland und in Italien Firmen etwas entgegen kamen, blieben die Standards in Frankreich und in den Niederlanden unverändert. In Spanien verschärften Institute sogar ihre Vergabebedingungen.

Für das laufende zweite Quartal erwarten die Geldhäuser auch insgesamt eine leichte Verschärfung der Standards. An der vierteljährlichen Umfrage nahmen 139 Banken teil. Die Nachfrage nach Darlehen zog zu Jahresbeginn in allen Kategorien an und soll auch im zweiten Quartal weiter zulegen. Das massive Anleihen-Kaufprogramm der Euro-Wächter sorgte laut Umfrage unter anderem dafür, dass sich die Liquiditätslage der Banken verbesserte. Dies sei zur Kreditvergabe genutzt worden.

Seit mehr als zwei Jahren schleusen die Währungshüter über den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Woche für Woche Milliarden in das Bankensystem. Damit will die Notenbank Institute dazu bewegen, weniger in Anleihen zu investieren und stattdessen mehr Darlehen an Firmen und private Haushalte zu vergeben.

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Die in Deutschland umstrittenen Käufe sollen noch bis Ende des laufenden Jahres fortgesetzt werden, wodurch das Gesamtprogramm ein Volumen von 2,28 Billionen Euro erreicht. Für Kredite an Haushalte zum Immobilenerwerb sowie für Konsumentendarlehen haben Banken ihre Standards laut Umfrage im ersten Quartal gelockert. Die Institute gehen zudem davon aus, dass bei beiden Darlehenstypen die Bedingungen im zweiten Jahresviertel weitgehend unverändert bleiben. 

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Frau Lana Ebsel

27.04.2017, 14:45 Uhr

Nach der Auflösung der EU kann Draghi dann die Zinsen in Italien so oft anheben wie er will, um die Inflation in seinem Land zu bremsen. Leute wie er treiben mit ihren Lügen und Vertragsbrüchen endgültig jedem gutwilligen Bürger die Lust auf diese Zwangsgemeinschaft aus. Lügen und Betrug kommen vor dem Fall.

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