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17.01.2017

15:30 Uhr

EZB-Umfrage

Schärfere Kreditbedingungen für Firmen im Euro-Raum

Firmen im Euro-Raum kommen schwerer an Kredite. Vor allem in den Niederlanden waren die Banken weniger risikobereit. Für die kommenden Monate rechnen die Geldinstitute jedoch mit einer Lockerung der Standards.

EZB-Zentrale:  Laut Umfrage der Notenbank haben die Banken die Kreditkonditionen für Firmen zuletzt etwas verschärft. dpa

Brexit - Notenbanken

EZB-Zentrale: Laut Umfrage der Notenbank haben die Banken die Kreditkonditionen für Firmen zuletzt etwas verschärft.

FrankfurtFirmen im Euro-Raum sind nach einer Umfrage der EZB zuletzt schwerer an Kredite gekommen. Banken hätten ihre Standards für solche Darlehen im Schlussquartal etwas verschärft, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem am Dienstag veröffentlichen Kreditbericht mit. Es ist die erste Verschärfung der Kreditbedingungen für Unternehmen seit dem vierten Quartal 2013. Die Institute seien weniger risikobereit gewesen. Vor allem in den Niederlanden sei dies zu spüren gewesen. An der vierteljährlichen Umfrage nahmen 139 Banken teil.

Für das erste Quartal 2017 erwarten die Banken allerdings wieder eine Lockerung der Kreditbedingungen in allen Kategorien. Die Nachfrage nach Firmenkrediten, nach Darlehen für den Immobilienerwerb sowie für Verbraucherkredite werde weiter zulegen.

Zentralbanken und Negativzinsen

Japan

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,1 Prozent

Schweiz

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,75 Prozent (15.01.2016)

Einlagenzinssatz für Banken: gestaffelt -0,75 Prozent

Dänemark

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,05 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,65 Prozent

Schweden

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,5 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,5 Prozent

Euro-Zone

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,4 Prozent

Die Entwicklung zum Jahresende scheint nur ein Ausrutscher gewesen zu sein. Denn laut der Krediterhebung rechnen die Banken auch mit einer steigenden Nachfrage nach Firmendarlehen im ersten Quartal. Das dürften kurz vor der Zinssitzung der EZB in Frankfurt am Donnerstag positive Nachrichten für Notenbankchef Mario Draghi sein.

Die Euro-Wächter schleusen seit März 2015 über den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Woche für Woche Milliarden in das Finanzsystem. Mit den Transaktionen will die EZB Banken dazu bewegen, weniger in Anleihen zu investieren und stattdessen mehr Darlehen an die Wirtschaft zu vergeben. Erst im Dezember verlängerte die Notenbank ihre Käufe um neun Monate bis zum Ende des laufenden Jahres, wodurch das Gesamtprogramm der EZB auf 2,28 Billionen Euro anschwillt.

Für Immobilienkredite sind die Bedingungen der Umfrage zufolge im vierten Quartal weitgehend unverändert geblieben – für Verbraucherdarlehen wurden sie gelockert. Die befragten Institute gehen davon aus, dass bei beiden Kreditarten die Standards im ersten Quartal gesenkt werden. Die Nachfrage nach diesen Darlehen soll zudem weiter zulegen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

17.01.2017, 17:48 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel, Dirnberger,Trautmann....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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