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13.04.2016

00:58 Uhr

Fed-Mitglied

Lacker hält 2016 vier Zinserhöhungen für nötig

Zieht die US-Notenbank nach der Zinserhöhung im Dezember erneut die geldpolitischen Zügel an? Die Meinungen unter den Fed-Mitgliedern gehen auseinander. Führungsmitglied Jeffrey Lacker sieht gleich vier Anhebungen nahen.

Laut Fed-Spitzenbanker Jeffrey Lacker sind in diesem Jahr mehrere Zinserhöhungen möglich. Reuters

US-Notenbank

Laut Fed-Spitzenbanker Jeffrey Lacker sind in diesem Jahr mehrere Zinserhöhungen möglich.

WilmingtonDie US-Notenbank wird nach Ansicht ihres Führungsmitglieds Jeffrey Lacker dieses Jahr wahrscheinlich rund vier Mal die Zinsen erhöhen müssen. Der Chef der Fed von Richmond sagte zu Journalisten in Wilmington, die von seinen Fed-Kollegen im Dezember im Mittel vorhergesagten vier Schritte nach oben seien angemessen. Die jüngsten Anzeichen, dass sich die Inflation beschleunige, rechtfertigten Zinsanhebungen.

Lacker gilt als Vertreter einer stabilitätsorientierten Linie in der Fed-Führungsetage, hat aber dieses Jahr kein Stimmrecht. Nach Einschätzung von Führungsmitglied John Williams wird die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr dagegen nur zwei oder drei Mal anheben. "Ich halte zwei oder drei Schritte für vernünftig", sagte der Präsident der regionalen Notenbank von San Francisco.

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In der amerikanischen Geldpolitik zeichnet sich ein Richtungsstreit ab. Gegner des raschen Handelns plädieren für Abwarten, Befürworter für eine baldige Zinserhöhung. Fed-Chefin Yellen behält derzeit jedoch die Oberhand.

Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren ihre geldpolitischen Zügel angezogen. Danach folgten allerdings bislang keine weiteren Zinsanhebungen. Fed-Chefin Janet Yellen hatte signalisiert, dass lediglich mit einer behutsamen Straffung der Geldpolitik zu rechnen ist. Aktuell hält die Fed ihre Leitzinsen in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Auf ihrer jüngsten Sitzung hatten die obersten Währungshüter der USA kontrovers über eine baldige Zinsanhebung diskutiert.

Von

rtr

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