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09.10.2013

21:16 Uhr

Fed-Protokoll

Nur knappe Mehrheit für lockere Geldpolitik

In Reihen der US-Notenbank Fed herrscht Uneinigkeit über die Ausrichtung der Geldpolitik. Laut Sitzungsprotokollen fiel der letzte Zinsentscheid höchst knapp aus. Neu-Chefin Yellen will den Kurs aber offenbar fortsetzen.

Ein US-Dollar Geldschein: Die US-Notenbank Fed hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest. dpa

Ein US-Dollar Geldschein: Die US-Notenbank Fed hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest.

WashingtonDie jüngste Entscheidung der US-Notenbank Fed zur uneingeschränkten Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik ist relativ knapp ausgefallen. Mehrere Mitglieder des zehnköpfigen Offenmarktausschusses (FOMC) hätten sich bei der Sitzung im September wegen unterschiedlicher Abwägungen äußerst schwer damit getan, das Tempo beim Anleihenkauf unverändert zu lassen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung. Bei dem Treffen hatte die Fed entgegen den Erwartungen keinen Zeitplan für einen schrittweisen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes beschlossen. Nach Veröffentlichung der Protokolle weitete der Dollar seine Gewinne zum Euro aus. Der Dow-Jones-Index hielt seine moderaten Kursaufschläge.

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Aus den Fed-Protokollen ging nun auch hervor, dass im größeren Kreis der 17 Fed-Spitzenpolitiker durchaus eine Mehrheit dazu tendiert, das Anleihenprogramm noch in diesem Jahr schrittweise zurückzufahren und die milliardenschweren Aufkäufe Mitte 2014 komplett einzustellen. Damit ist die Führung der US-Notenbank um den scheidenden Fed-Chef Ben Bernanke weiterhin uneins, wann genau die Konjunkturhilfen zurückgefahren werden sollen.

Die US-Notenbanker hatten die Finanzmärkte im September mit der Entscheidung geschockt, doch noch nicht wie erwartet den Fuß vom geldpolitischen Gaspedal zu nehmen und die monatlichen Wertpapierkäufe schrittweise zurückzufahren. Die Fed hatte dies damals mit der Sorge begründet, der US-Haushaltsstreit und die damit Mitte Oktober drohende Zahlungsunfähigkeit der USA könnten die Konjunktur so stark belasten, dass die massive Unterstützung durch die Zentralbank weiter nötig ist.

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