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09.07.2014

21:55 Uhr

Fed-Protokoll

US-Anleihenprogramm könnte im Herbst auslaufen

Hält der Aufwärtstrend in der US-Wirtschaft, könnte das Anleihen-Kaufprogramm der Fed im Oktober auslaufen. Angesichts des positiven Ausblicks fürchten einige Fed-Vertreter aber, dass Anleger über die Stränge schlagen.

Seit Beginn des Anleihen-Kaufprogramms hat die Fed Staatsanleihen im Wert von mehreren hundert Milliarden Dollar aufgekauft. dpa

Seit Beginn des Anleihen-Kaufprogramms hat die Fed Staatsanleihen im Wert von mehreren hundert Milliarden Dollar aufgekauft.

WashingtonDas Milliarden-Anleihen-Kaufprogramm der US-Notenbank wird möglicherweise im Herbst beendet. Den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung vom 17. und 18. Juni zufolge könnten die Notenbanker das Programm nach ihrer Oktober-Sitzung auslaufen lassen. Voraussetzung sei, dass der Aufwärtstrend der US-Wirtschaft anhalte.

Den Aufzeichnungen zufolge sind die Zentralbanker zuversichtlich, dass die US-Wirtschaft sich nachhaltig von der Krise des harten Winters erholt hat und auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleibt.

Der positive Ausblick der Notenbanker wurde zuletzt durch überraschend positive Konjunkturdaten gestützt. So wächst der US-Arbeitsmarkt so stark wie seit langem nicht mehr. Nach Angaben stieg die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft im Juni um 288.000 und damit deutlich stärker als erwartet.

Das Wachstum liegt damit seit fast einem halben Jahr ohne Unterbrechung über der Schwelle von 200.000 Jobs. Die Arbeitslosenzahl steht mit 6,1 Prozent auf dem niedrigsten Wert seit fast sechs Jahren.

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Die US-Wirtschaft lässt so viele neue Jobs entstehen wie zuletzt Ende 2012: 280.000 Stellen sind deutlich mehr als erwartet. Zu Jahresbeginn war die Erholung wegen des strengen Winters noch ins Stocken geraten.

Auch die Inflationsentwicklung sehen die Fed-Experten offenbar unter Kontrolle. Dem Protokoll zufolge geht die Notenbank davon aus, dass die Preissteigerung innerhalb der nächsten zwei Jahre unter dem Zielwert von zwei Prozent bleiben wird.

Der für die Zinspolitik zuständige Offenmarktausschuss der Federal Reserve hatte in seiner Juni-Sitzung bereits eine weitere Drosselung der Geldspritzen beschlossen und deutlich gemacht, dass für 2015 Zinserhöhungen angepeilt werden. Die monatlichen Konjunkturhilfen werden dem Beschluss zufolge zunächst um zehn Milliarden Dollar gekürzt. Das Volumen der Ankäufe von Staatsanleihen und Hypotheken-Papieren sinkt damit wie erwartet auf 35 Milliarden Dollar pro Monat.

Kommentare (1)

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Herr Uwe Hans

10.07.2014, 08:49 Uhr

Na sicher hält der "Aufwärtstrend" - aufwärts in den 3. Welt status ....
Mit der Zinswende kommt spätestens der geplante, weltweite Crash ...

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