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16.05.2013

23:45 Uhr

Fed-Vertreter

US-Bondankäufe könnten 2013 enden

Kaum sinkt die Arbeitslosenquote in den USA, steht dort die Geldpolitik zur Diskussion: Ein Vertreter der US-Notenbank Fed sagte, das Kaufprogramm für Staatsanleihen könne noch 2013 enden. Doch es gibt Gegenstimmen.

Federal Reserve in Washington: Wie wird die US-Notenbank auf die neuen Arbeitsmarktdaten reagieren? AFP

Federal Reserve in Washington: Wie wird die US-Notenbank auf die neuen Arbeitsmarktdaten reagieren?

PortlandDie US-Notenbank könnte nach Ansicht eines führenden Vertreters ihre Bond-Ankäufe zum Jahresende einstellen.

"Wir könnten das Tempo unserer Wertpapier-Ankäufe etwas drosseln, vielleicht bereits in diesem Sommer. Wenn alles wie erhofft läuft, könnten wir das Kaufprogramm dann irgendwann später im Jahr beenden", sagte der Präsident der Fed von San Francisco, John Williams, laut einer vorbereiteten Rede in Portland. Der Arbeitsmarkt habe sich deutlich verbessert und erhole sich weiter, begründete er seine Einschätzung.

An der US-Börse sorgten die Aussagen im späten Handel für Kursverluste. Die wichtigsten Indizes schlossen im Minus.

Williams ist in diesem Jahr kein stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss, der über die Geldpolitik befindet. Wegen der anziehenden Konjunktur hatten bereits die beiden Fed-Mitglieder Charles Plosser und Richard Fisher gefordert, den Kauf von Staatsanleihen zu reduzieren. Ihr Kollege Eric Rosengren will die extrem lockere Geldpolitik dagegen fortsetzen.

Das Platzen der Immobilienblase 2007/08 hatte die USA in die schwerste Rezession seit Jahrzehnten gestürzt. Die Fed hat daraufhin die Zinsen nahe Null gesenkt und Hunderte Milliarden Dollar in die Wirtschaft gepumpt.

Die Zentralbank hatte erst zu Jahresbeginn beschlossen, monatlich Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar zu kaufen - und das solange, bis die Arbeitslosigkeit auf etwa 6,5 Prozent gesunken ist. Die Arbeitslosenquote ist im April mit 7,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit Ende 2008 gefallen. Die US-Wirtschaft wuchs zu Jahresbeginn um 0,6 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Euroklopapier

17.05.2013, 07:48 Uhr

Gestern haben die Zentralbanken wieder gute Arbeit geliefert. Sie haben die Zinsen der Staatsanleihen durch Bondkäufe gesenkt. So soll von der Gelddruckerei abgelenkt werden. Weiters wurde wieder viel Papiergold verkauft und Aktien gekauft, damit die Aktienblase nicht platzt. Mir kommt das alles schon sehr unheimlich vor!!! Das hat Grundzüge wie in der damaligen UDSSR bzw. EUDSSR. Seit vorsichtig. Die Sau wird bald durch das Dorf getrieben. Da möchte ich nicht dabei sein.

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