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12.05.2017

17:43 Uhr

Fed

Währungshüter planen für Bilanzabbau langfristig

Die Pläne der US-Notenbank ziehen sich bis ins nächste Jahrzehnt: Es werde einige Jahre dauern, die Bilanz abzubauen und das Portfolio von 4,5 Billionen Dollar auf Normalmaß zurückzufahren, heißt es

Der Chef des Fed-Ablegers von Chicago ist sich sicher, dass es kein Zurück mehr zur Bilanzsummer von vor der Wirtschaftskrise geben wird. Reuters

Charles Evans

Der Chef des Fed-Ablegers von Chicago ist sich sicher, dass es kein Zurück mehr zur Bilanzsummer von vor der Wirtschaftskrise geben wird.

DublinDer von der US-Notenbank Fed angestrebte Abbau der aufgeblähten Bilanz wird sich wohl bis ins nächste Jahrzehnt hinziehen. Das Portfolio auf Normalmaß zurückzustutzen, werde schätzungsweise „drei bis vier Jahre“ dauern, sagte der Chef des Fed-Ablegers von Chicago, Charles Evans, am Freitag in Dublin. In den Nachwehen der Weltfinanzkrise hatte die Notenbank zur Stützung der Wirtschaft massiv Wertpapiere aufgekauft und ihr Portfolio so auf 4,5 Billionen Dollar ausgeweitet.

Vor Ausbruch der Krise in den Jahren 2007/08 war es mit 800 Milliarden Dollar noch vergleichsweise überschaubar. Evans machte deutlich, dass es aus seiner Sicht kein Zurück zu diesem Niveau geben wird. Die Bilanzsumme werde letztlich „substanziell“ darüber liegen. Beim Abbau komme es darauf an, sich nicht zu übernehmen und dennoch sicherzustellen, dass ein ausreichendes Tempo angeschlagen werde. Die Fed will noch dieses Jahr mit dem Abschmelzen beginnen. Bei entsprechend günstiger Konjunktur halten die meisten Währungshüter einen solchen Schritt für angemessen.

Von

rtr

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