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04.11.2015

21:33 Uhr

Fed

Yellen bringt die Märkte auf Linie

VonFrank Wiebe

Set langem schon sprach Notenbank-Chefin Janet Yellen davon, die Zinsen erhöhen zu wollen. Jetzt könnte sie im Dezember ernst machen. Entschieden ist noch nichts, aber die Märkte scheinen sie beim Wort zu nehmen.

Die Notenbank-Chefin scheint es mit der Zinswende ernst zu meinen. AFP

Janet Yellen

Die Notenbank-Chefin scheint es mit der Zinswende ernst zu meinen.

New YorkLange Zeit hörten die Märkte die Botschaft wohl, allein ihnen fehlte der Glaube. Aber nach dem jüngsten Auftritt von Notenbank-Chefin Janet Yellen scheinen die Investoren sich jetzt doch auf eine Zinserhöhung im Dezember einzustellen, darauf deuten ihre ersten Reaktionen hin:

Die Anleiherenditen zogen ebenso an wie der Dollar, und die Erwartungen der Marktteilnehmer, dass es im Dezember passiert, stiegen nach Aussage der Nachrichtenagentur Reuters auf mehr als 60 Prozent. Dabei wiederholte Yellen nur die Aussage, dass der Dezember-Termin in Frage kommen würde, wenn die Daten entsprechend ausfallen.

Sie betonte, die US-Wirtschaft sei auf gutem Kurs, und versicherte, nach ihrer Überzeugung werde sich die Inflation bald auch wieder der gewünschten Marke von zwei Prozent annähern. Und sie wiederholte die bekannte These, dass die Zinsen nur langsam, in kleinen Schritten, steigen sollen.

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In den vergangenen Wochen hatten mehrere Geldpolitiker der US-Notenbank (Fed) bereits recht deutlich anklingen lassen, dass die Zinsen im Dezember steigen sollen. Die Märkte haben sich diese Sichtweise aber bisher nur zögerlich zueigen gemacht.

Ein Grund dafür ist die bisher hartnäckig niedrige Inflation. Weil auch die Löhne nur wenig steigen, gibt es von der Preisfront her keinerlei Druck für eine Erhöhung. Außerdem gab es von der US-Konjunktur immer wieder gemischte Signale.
Auf der anderen Seite ist die US-Arbeitslosigkeit auf rund fünf Prozent gesunken, was nach Definition der Fed schon Vollbeschäftigung darstellt. Es gibt aber noch mehr Gründe für eine Erhöhung: Das lange Warten auf den ersten Zinsschritt seit Jahren schafft mehr Verunsicherung als Beruhigung. Und die Fed hat schon so oft von der Erhöhung gesprochen, dass sie irgendwann auch handeln muss, um ihre Glaubwürdigkeit zu behalten.

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