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17.12.2015

07:38 Uhr

Fed-Zinserhöhung – ein Kommentar

Die Punktlandung

VonFrank Wiebe

Die Marktreaktionen zeigen, dass die US-Notenbank die erste Zinserhöhung nach fast zehn Jahren gut hinbekommen hat. Ab heute geht es um die Frage: Was passiert im Jahr 2016?

Die Fed hat den richtigen Zeitpunkt erwischt. ap

Hoch die Zinsen

Die Fed hat den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Wie erwartet hat die Fed die Leitzinsen um einen Viertel Prozentpunkt angehoben. Die Märkte reagierten zunächst ruhig. Die Experten lasen aus dem Statement der Fed heraus, dass die Notenbank mit weiteren Zinserhöhungen sehr vorsichtig vorgehen will.

Zugleich haben die geldpolitischen Entscheider neue Prognosen für 2016 veröffentlicht, die aber kaum Signale beinhalten.

Frank Wiebe

Der Autor

Frank Wiebe ist Handelsblatt-Korrespondent in New York.

Wie so häufig bei geldpolitischen Entscheidungen gibt es im Vorfeld Stress und Sorgen, aber wenn es einmal passiert ist, beruhigt sich alles wieder. Freilich kann es immer noch zu Turbulenzen kommen, wenn Großanleger Positionen auflösen, die sie im Vorfeld der Entscheidung eingegangen sind. Aber im Großen und Ganzen geht es ab jetzt nur noch um die Frage: Was passiert im Jahr 2016?

Hier fällt auf, dass die Investoren von einem noch langsameren Zinsanstieg ausgehen als die Fed selber, und auch als die meisten Bank-Ökonomen. Diese Lücke muss sich noch schließen, und in dem Zusammenhang kann es noch einmal zu Verwerfungen am Markt kommen. Aber im Moment sieht der Zinsschritt doch nach einer geglückten Punktlandung aus.

Zinserhöhung der Fed: Die große Wende in der Geldpolitik

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Die US-Notenbank hat nach Jahren Abschied von der Null-Zins-Politik genommen.

Kommentare (1)

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Herr Helmut Metz

17.12.2015, 11:57 Uhr

Widerlich.
Letzte Woche nach der EZB-Sitzung hatte ich Folgendes geschrieben:
"Da sind die EUR-Shorties heute aber in einen wunderschönen Short Squeeze reingerannt. ;-)) Wenn die Zombie-Währung Euro gegen die (bei Deflation starke) WeltleiDwährung an einem Tag um über 3 Cent zulegt, dann ist das schon eine Hausnummer.
Aufgrund des (neuen) Currency Carry Trades saugt ein stark gegen den USD steigender EUR auch noch massiv Kurzfrist-Liquidität aus dem System ab.
Was kehrt das Ganze nochmal um? Eine (klitzekleine) Zinserhöhung der FED, wodurch diese ihre "Glaubwürdigkeit" (beim Markt, nicht bei mir) behält.
Handlanger Mario Drucki tut nämlich auch garantiert nichts ohne Einverständnis seiner tatsächlichen Herren... "
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/dax-gibt-nach-euro-steigt-draghi-verliert-seine-zauberkraefte/v_detail_tab_comments/12676036.html
Ich hoffe, dass gestern Einige schlauer waren und sich richtig positioniert haben, um sich ihr Weihnachtsgeld abzuholen.
Die - im wahrsten Sinne des Wortes - größten Kapitalverbrecher auf Erden muss man nämlich bluten lassen, am besten ausbluten.
Ich habe mir übrigens mein Weihnachtsgeld bei "Gott" persönlich abgeholt.
Was die Fed gestern abgeliefert hat, ist nämlich in Wirklichkeit nichts anderes als ein ganz übler Schwindel - und die englische Sprache hat dafür sogar noch eine viel, viel treffendere Bezeichnung: CONFIDENCE-TRICK. Tatsächlich wird das auch das Ende des Vertrauens in die Fed einleiten - und das Ende des Vertrauens in eine Zentralbank bedeutet immer auch das Ende des Vertrauens in die emittierte Monopoly-Währung:
https://www.youtube.com/watch?v=3bNfFNGX9eg

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