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01.03.2017

07:20 Uhr

Federal Reserve

Notenbanker signalisieren schnelle Zinserhöhung

Die Zeichen, dass die US-Notenbank Federal Reserve bald erneut die Zinsen anheben könnte, mehren sich. Einflussreiche Notenbanker deuten an, dass schon im März über einen solchen Schritt gesprochen werden könnte.

Das Notenbanker erklärt, die Argumente für steigende Zinsen seien nach der Präsidentenwahl im November viel überzeugender geworden. Reuters, Sascha Rheker

William Dudley

Das Notenbanker erklärt, die Argumente für steigende Zinsen seien nach der Präsidentenwahl im November viel überzeugender geworden.

Santa CruzDie Anzeichen auf eine baldige Leitzinserhöhung in den USA mehren sich. Das einflussreiche Notenbankmitglied William Dudley sagte am Dienstag im Sender CNN, die Argumente für steigende Zinsen seien nach der Präsidentenwahl im November viel überzeugender geworden. So gebe es ein wachsendes Vertrauen von Privathaushalten und Unternehmen und „beschwingte“ Finanzmärkte. Außerdem werde erwartet, dass die Wirtschaft durch die Haushaltspolitik der neuen Regierung einen weiteren Schub bekommen könnte. Seine größte Sorge sei, dass die Konjunktur über einen zu langen Zeitraum heißlaufen könne.

Dudley ist bei den Sitzungen der Währungshüter immer stimmberechtigt und ein enger Vertrauter von Fed-Chefin Janet Yellen. Auch Dudleys Kollege vom Fed-Ableger in San Francisco, John Williams, erklärte, bei der Sitzung der Notenbank im März sollte eine Zinserhöhung auf jeden Fall erwogen werden. Williams ist in diesem Jahr zwar nicht stimmberechtigt, gilt aber als einflussreich.

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Vor einem Jahr hat die US-Notenbank die Wende zu steigenden Zinsen eingeleitet. Ihr wichtigstes Steuerungsinstrument sind mittlerweile Zinsen für Guthaben, die die Geldhäuser bei ihr anlegen.

Der Chef der Fed von Philadelphia, Patrick Harker, bekräftigte am Dienstag, er gehe von drei Zinserhöhungen in diesem Jahr aus. Der Fed-Präsident von St. Louis, James Bullard, erklärte indes, nach seiner Einschätzung sei in diesem Jahr nur eine Zinsanhebung erforderlich.

Die Fed hatte im Dezember die Zinsen zum zweiten Mal seit der Finanzkrise erhöht. Im Januar wurden sie nicht weiter angehoben, damit sich der Arbeitsmarkt weiter erholen kann. Experten gehen aber davon aus, dass die Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent quasi der gewünschten Vollbeschäftigung entspricht. Zudem nähert sich die Inflationsrate dem Fed-Ziel von zwei Prozent an.

Von

rtr

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