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19.03.2014

10:05 Uhr

Finanzaffäre

IWF-Chefin muss erneut vor Korruptionsermittlern aussagen

Christine Lagarde droht noch immer Ungemach wegen einer alten Finanzaffäre. Die mächtige Managerin des Internationalen Weltwährungsfonds muss heute wieder zu einer Vernehmung in Paris antreten.

Christine Lagarde musste am Mittwoch erneut zu einer Vernehmung in Paris antreten. AFP

Christine Lagarde musste am Mittwoch erneut zu einer Vernehmung in Paris antreten.

ParisIWF-Chefin Christine Lagarde muss erneut vor Ermittlern zu einer Affäre um die mutmaßliche Veruntreuung öffentlicher Mittel aussagen. Die 58-Jährige traf am Mittwochmorgen zu einer Vernehmung am französischen Gerichtshof der Republik in Paris ein. Dabei sollte sie auch mit möglicherweise belastenden Aussagen ihres früheren Büroleiters konfrontiert werden.

Ermittler haben den Verdacht, dass Lagarde in ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin (2007-2011) regelwidrig eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an den schillernden Geschäftsmann Bernard Tapie ermöglicht haben könnte. Dieser hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais beim Verkauf seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas geprellt gesehen und deswegen geklagt.

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Weil die Ermittler lediglich schwache Indizien für die mögliche Beteiligung Lagardes an einer Straftat haben, wird die seit 2011 an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) stehende Französin in dem Verfahren als verdächtige Zeugin geführt. Ein Anklageverfahren läuft hingegen gegen Tapie (71) sowie den Chef des französischen Telefonriesen Orange, Stéphane Richard (52).

Letzterer war zur Zeit des Schiedsverfahrens Büroleiter Lagardes gewesen. Richard sollte am Mittwoch gemeinsam mit Lagarde befragt werden, weil es zwischen den Aussagen der beiden offensichtlich Differenzen gibt.

Nach Ansicht der Ermittler hätte es das zu der Entschädigungszahlung führende Schiedsgerichtsverfahren nicht geben dürfen. Sie gehen von einem organisierten Betrug aus. Als brisant gilt der Fall vor allem, weil Tapie im französischen Präsidentschaftswahlkampf 2007 den siegreichen Kandidaten Nicolas Sarkozy unterstützt hatte. Wie Lagarde bestreiten Tapie und Richard die Vorwürfe.

Über den Verlauf der Vernehmung machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Lagarde hatte nach den ersten Vernehmungen im vergangenen Mai gesagt, sie habe stets im Interesse des Staates und in Übereinstimmung mit den Gesetzen gehandelt. Der Exekutivrat des IWF hat sich bereits mehrfach mit der Angelegenheit befasst und stets sein Vertrauen in Lagardes Fähigkeit ausgedrückt, weiterhin ihre Aufgaben wirksam wahrnehmen zu können.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

19.03.2014, 11:20 Uhr

schon das gesicht dieses monstrums spricht baende.es wird hoechste zeit dass alle Kriminellen in diesen Positionen auffliegen-mit gleichberechtigung

Account gelöscht!

19.03.2014, 14:06 Uhr

Als liebreizend kann man dieses Antlitz nicht gerade bezeichnen - ausserdem aehnelt es eher den Zuegen eines Mannes...
Mit der Rechtsstaatlichkeit hat man offensichtlich diekrete Problemchen....

jos

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