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06.09.2016

14:47 Uhr

Finanzen persönlich – Dirk Müller

„Eine Aktie als Warnung im Büro“

VonJessica Schwarzer

Aus Sicht des Börsenexperten Dirk Müller ist ein Mensch reich, wenn er ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Auch sein wertvollster Besitz hat nichts mit Geld zu tun. „Mr. Dax“ im Finanz-Check.

„Jede nur denkbare Erfahrung“ mit Aktien gemacht. dpa

Dirk Müller

„Jede nur denkbare Erfahrung“ mit Aktien gemacht.

DüsseldorfEs gibt wohl kaum einen Börsianer, der Dirk Müller nicht kennt. Viele Jahre saß der 47-Jährige als Händler direkt vor der Kurstafel auf dem Frankfurter Börsenparkett und landete durch seine markante Mimik und die für ihn typische Frisur auf vielen Fotos. Das brachte ihm den Spitznamen „Mr. Dax“ ein. Mit seinen Medienauftritten und auch mit seinen Büchern polarisiert er, aber diese Kritik kann er ertragen.
Vor gut anderthalb Jahren ging sein „Dirk Müller Premium Aktien Fonds“ an den Start – nahe den Rekordständen von Dax und Co. Kein Wunder, dass der Fonds noch immer leicht unter seinem Ausgabepreis notiert. Er schlägt aber immerhin seinen Vergleichsindex, den MSCI World Value. Doch wie investiert Müller privat? In Aktien, so viel ist klar. Und mit denen hat er nicht immer nur gute Erfahrungen gemacht, wie er offen zugibt.

Name: Dirk Müller

Geburtstag: 25. Oktober 1968

Beruf: Fondsinitiator, Medienunternehmer, Berater

Was bedeutet Ihnen Geld?
Geld ist für mich ein Mittel zum Zweck. Geld war für mich nie Selbstzweck, und ich hatte nie das Bedürfnis, möglichst viel davon zu besitzen. Nicht Geld macht einen reich, sondern die schönen Erlebnisse, die man sich damit ermöglichen kann.

Wann ist ein Mensch reich?
Wenn er ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Ein Leben, in dem er die meisten Entscheidungen, die sein Leben angehen, treffen kann, ohne auf Dritte Rücksicht zu nehmen. Das beginnt mit der Aufstehzeit und endet noch lange nicht in der Freiheit, Aufträge ablehnen zu können, die ihm keinen Spaß machen.

Was ist Ihr wertvollster Besitz (auch immateriell)?
Meine Gesundheit, meine Freunde und Familie.

Was war die teuerste Anschaffung in Ihrem Leben, abgesehen von Immobilien?
Die Anschaffung und der Umbau eines Expeditionsfahrzeugs für Reisen in entlegene Teile der Welt.

Zur Person Dirk Müller

Börse

1992 begann Dirk Müller als Börsenmakler. Fast zehn Jahre lang lag sein Arbeitsplatz direkt unter der großen Anzeigetafel mit der Dax-Kurve in der Frankfurter Börse.

Mister Dax

Die Fotografen lichteten Müller gerne vor der Kurstafel ab, denn sein Gesichtsausdruck passte meist zur Stimmung an der Börse. Die Medien verpassten ihm den Titel „Mister Dax“.

Finanzexperte

Müller kann nicht nur gute Miene zum Dax machen, sondern hat auch etwas zu den Märkten zu sagen. Er bezeichnet sich als „Dolmetscher zwischen den Finanzmärkten und den Menschen außerhalb der Börse“.

Buchautor

Sein erstes Buch „Crashkurs“ schaffte es auf den Bestsellerlisten ganz nach oben, der Nachfolgeband „Cashkurs“ ebenfalls.2013 folgte „Showdown – der Kampf um Europa und unser Geld“.

Website

Finanzwissen vermittelt Müller auch auf seiner Informationsplattform www.cashkurs.com.

Fonds-Macher

Im April 2015 hat Dirk Müller einen Fonds unter seinem Namen auflegen lassen, den „Dirk Müller Premium Aktien Fonds“.

Womit haben Sie Ihr erstes eigenes Geld verdient?
Mit dem Austragen von Zeitungen. Ich erinnere mich mit Schaudern und Stolz an stürmische Winterabende, in denen ich das Fahrrad mit den Zeitungspaketen für zehn Pfennig pro Heft durch den Schnee geschoben habe.

Wie haben Sie gelernt, mit Geld umzugehen?
Vermutlich bis heute nicht richtig. :-)

Was war Ihre erste Geldanlage (nach dem Sparbuch)?
Aktien! Mit 17 Jahren. Die Verluste habe ich durch das Einräumen von Regalen in der Massa-Werkzeugabteilung wieder reingeholt.

Kommentare (10)

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Novi Prinz

06.09.2016, 15:21 Uhr

Mr. Dax hat Recht . Besitz macht abhängig , er besitzt Dich !

Frau Pia Paff

06.09.2016, 15:34 Uhr

Besitz ist etwas wunderbares. Du bist frei u. kannst theoretisch jeden kaufen. Alles, was im Weg steht wird beseitigt. Ein armer Schlucker wird diese Welt nie verstehen.

Herr Daniel Kühn

06.09.2016, 15:34 Uhr

"Kein Wunder, dass der Fonds noch immer leicht unter seinem Ausgabeaufschlag notiert"

Vielleicht fällt dem Redakteur ja noch auf, dass er hier einen doppelten Fehler drin hat :)

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