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10.04.2016

14:10 Uhr

Finanzkrise

Italienische Regierung will mit Banken über Rettungsfonds beraten

Faule Kredite belasten die italienischen Banken und die Wirtschaft schwer. Die Regierung in Rom will deshalb mit den Banken über einen Rettungsfonds beraten. Er könnte den Instituten Problemkredite abkaufen.

Der italienische Ministerpräsident drückt bei der Sanierung des Bankensektors aufs Tempo. dpa

Matteo Renzi

Der italienische Ministerpräsident drückt bei der Sanierung des Bankensektors aufs Tempo.

RomIn Italien soll der geplante Rettungsfonds für Banken rasch Kontur annehmen. Die größten Geldhäuser sollen am Montag mit dem Finanzministerium und der Notenbank über das Vorhaben beraten, wie fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen am Sonntag sagten. Das genaue Mandat des staatlich gestützten Fonds müsse noch festgelegt werden. Möglich sei, dass er den Instituten faule Kredite abkauft und ihnen bei der Kapitalbeschaffung hilft.

Ein Insider sagte, der Fonds werde maximal mit fünf Milliarden Euro ausgestattet. Die staatliche Holdinggesellschaft Cassa Depositi e Prestiti werde höchstens 300 Millionen Euro beisteuern. Die Regierung will, dass der Rettungsfonds mehrheitlich privaten Investoren gehört, damit er nicht gegen EU-Vorgaben zu öffentlichen Hilfen verstößt. Ihr ist an einer schnellen Lösung gelegen, um die unter faulen Krediten in Höhe von 360 Milliarden Euro ächzende heimische Branche aus der Schusslinie zu nehmen. Die Großbank Unicredit erklärte sich jüngst zu einer Beteiligung bereit, falls der Fonds den ganzen Sektor unterstützen solle und nicht nur einzelne Geldhäuser.

Von

rtr

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