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23.09.2012

14:14 Uhr

Finanzkrise

Warum die Aktienkurse trotzdem steigen

VonChristian Schnell

Die Investoren sind zuversichtlich. Mit den Hilfen der Zentralbanken haben die Börsen einen Schub erhalten, auf den sie lange gewartet haben. Die Probleme sind zwar nicht gelöst, doch das macht nichts.

Der Euro wird von vielen Investoren inzwischen wieder als Chance betrachtet. dpa

Der Euro wird von vielen Investoren inzwischen wieder als Chance betrachtet.

FrankfurtEs ist noch gar nicht lange her, da sprachen Börsianer vom langweiligsten Sommer seit langem. Wochenlang trat der Dax auf der Stelle, wirkte zeitweise sogar wie gelähmt von der ewigen Diskussion um Staatsschulden, Euro-Krise und Rettungsmaßnahmen. Das Zepter über das tägliche Auf und Ab hielten allein EZB-Chef Mario Draghi und sein Gegenüber aus den USA Ben Bernanke in den Händen. Und da sie es lange Zeit nicht bewegten, kam es beinahe zum Stillstand an den Börsen.

Seitdem sie den Börsen weitere Stützungsmaßnahmen signalisiert haben, ist nicht nur das Vertrauen zurück. Auch die Anleger wenden sich zuhauf wieder der Börse zu. Gerade, weil nun auch die Letzten aus dem Urlaub zurück und die im August noch überschaubaren Handelsumsätze mittlerweile wieder kräftig in die Höhe geschnellt sind.

Morgan Stanley Empfehlungen - Konsumaktien

Flop 1

Unilever

Unilever ist einer der weltweit größten Anbieter von Markenartikeln im Bereich Kosmetik und Körperpflege. Der wesentliche Teil des Unilever-Geschäftes besteht aus der Herstellung und dem Vertrieb von täglich gebrauchten Markenartikeln.

Flop 2

Beiersdorf AG

Die Beiersdorf AG ist ein international führendes Markenartikel-Unternehmen. Zu den Schwerpunkten zählen der Vertrieb von Kosmetikartikeln, sowie die Herstellung von Klebebändern.

Flop 3

L'Oreal SA

L'Oreal S.A ist eines der weltweit führenden Kosmetikunternehmen. Zu dem französischen Konzern gehören insgesamt 27 internationale Marken.

Flop 4

DE Master Blenders 1753

De Master Blenders 1753 ist ein international tätiges Kaffee- und Teeunternehmen. Die Produktpalette beinhaltet mehr als 30 Marken.

Top 1

Oriflame Cosmetics SA

Der schwedische Großkonzern Oriflame ist ein Anbieter von hochwertigen Hautpflege- und Kosmetikprodukten. Die Gesellschaft zählt mit einer Palette von über 1000 Schönheitsprodukten zu den weltweit größten Kosmetikunternehmen.

Top 2

Imperial Tobacco Group Plc

Die Imperial Tobacco Group ist ein international agierendes Tabakunternehmen. Die Gruppe ist weltweit in über 160 Länder mit Marken wie Davidoff, Gauloises Blondes und West vertreten.

Top 3

Pernod Ricard SA

Die Unternehmensgruppe Pernod Ricard ist ein internationaler Spirituosen- und Weinanbieter. Mit Produktionsstätten und Niederlassungen in über 70 Ländern ist der Konzern international präsent.

Top 4

Diageo Plc

Das Großunternehmen Diageo ist einer der weltweit führenden Getränkeanbieter. Zu seinen bekanntesten Marken zählen Spirituosen wie Johnnie Walker und Guinness.

Kurioserweise positiv ist im Moment zudem, dass keine "Hurra-Stimmung" herrscht, sondern viele noch immer die Anfälligkeit des jüngsten Aufschwungs betonen. "Wir bezweifeln, dass die jüngsten geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft und die Märkte langfristig voranbringen werden", sagt deshalb Robert Spector, Portfolio-Manager beim Bostoner Vermögensverwalter MFS.

In der Tat ist mit den Maßnahmen der Notenbanken, die den jüngsten Aufschwung in Dax und Dow Jones ausgelöst haben, keines der Probleme gelöst. Schuldenkrise, Rezession, Arbeitslosigkeit und Inflation sind weiterhin drückende Ängste. Insofern ist eine neuerliche Schwächephase durchaus möglich.

Kommentare (12)

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oha

23.09.2012, 17:30 Uhr

wer weiß
vielleicht steigen aktienkurse weder wegen,
trotzdem oder dennoch.
sie steigen einfach nur, oder sie fallen eben, wie es dem wind gefällt: nicht gerade ein käufermarkt derzeit, vielleicht eher ein anbietermarkt.
von anbietern derzeit als günstig eingeschätzter occasionen.
alle haben keine ahnung und alle reden drüber.

gut, dass man mal drüber redet und schreibt.

manchmal, nur manchmal gelangt man zu dem eindruck, dass vaterland längst abgebrannt, während der maikäfer weiterfliegen soll.

auch nicht weiter schlimm, wie überhaupt alles nicht so schlimm ist, solange die erde sich ohne zutun der menschen weiterdrehen wird.

gegessen wird allerorten ebenso wie gehungert.

so what: brave new world.

Schon hört man es: "ja aber, daran muß man doch etwas ändern, damit es besser wird".

Nix kann man ändern, nix wird sich ändern und unsere Änderungshelden haben eines noch nicht kapiert: sie ändern alles noch zm noch Beschisseneren.

Ob das gut sein kann?

Wen interessiert sowas - mal im Ernst - wirklich noch?

gesellschaftspaule

23.09.2012, 17:36 Uhr

viel interessanter noch, wenn sich Wichtigtuer aufblähen zur Xpertise: delle miei scarpe.
Und wenn sie dann Krieg machen mit tausenden, ja hunderttausenden Toten, dann scheinen sich solche Leute so richtig wohlzufühlen.
Gefühlte Armut kann eben sehr vielseitig sein.
Da hilft dann auch kein Geld mehr.

beinaheOktober

23.09.2012, 18:00 Uhr

Grossmutter, warum steigen die Aktienkurse trotzdem?
Damit sie besser crashen können.
Wir sind beinahe Oktober......

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