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25.01.2012

14:25 Uhr

Finanzmärkte

Afrika ist ein langfristiges Anlageziel

Viele Anleger machen einen großen Bogen um Afrika. Armut und politische Instabilität schrecken Investoren ab. Dabei ist der Kontinent aus Expertensicht langfristig ein attraktives Anlageziel.

Johannesburg, Südafrika: Eine Umfrage im Auftrag des Staatsfonds Invest AD Asset Management kommt zu dem Ergebnis, dass Afrika für Investoren kein verlorener Kontinent ist. dapd

Johannesburg, Südafrika: Eine Umfrage im Auftrag des Staatsfonds Invest AD Asset Management kommt zu dem Ergebnis, dass Afrika für Investoren kein verlorener Kontinent ist.

LondonFür viele Anleger gelten Investitionen an den afrikanischen Finanzmärkten als riskantes Abenteuer. Die jüngsten Unruhen in Nigeria scheinen dieses Bild genauso zu bestätigen wie der Schuldenkollaps der Elfenbeinküste im vergangenen Jahr, die Revolution in mehreren nordafrikanischen Ländern sowie der Zusammenbruch der Währungen in Kenia und Uganda.

„Im aktuellen Umfeld, in dem viele Anleger das Risiko scheuen, sind die Frontier Markets keine kurzfristige Wachstumsstory“, sagt Citi-Analystin Maria Gratsova. Auf lange Sicht ergibt sich aber ein anderes Bild: Günstige Aktien-Bewertung und Konjunkturprognosen sind Argumente für ein Engagement in den Ländern südlich der Sahara.

Als Frontier Markets, also Grenzmärkte, bezeichnen Analysten jene Staaten, die sie im Übergang vom Entwicklungs- zum Schwellenland sehen. Diese Regionen haben risikofreudige Investoren im Visier, die sich oft als Vorhut einer breiten Anlegerschar begreifen.

Doch politische Instabilität macht viele Bemühungen um einen wirtschaftlichen Aufschwung zunichte. Davon ist nun auch Nigeria betroffen, das mit Abstand bevölkerungsreichste Land des Kontinents, Erdölexporteur Nummer Eins in Afrika und hinter Südafrika die zweitgrößte Wirtschaftsmacht. Eine Gewaltwelle erschüttert das Land, der nach Angaben von Human Rights Watch allein in den vergangenen Wochen mehr als 250 Menschen zum Opfer gefallen sind.

Neben den Anschlägen einer radikal-islamischen Gruppe belasten Streiks die dortige Ölindustrie und kosten mehr als 600 Millionen Dollar pro Tag. Einige Experten schließen sogar einen Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land nicht aus.

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