Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.04.2012

10:31 Uhr

Finanzmärkte

Anleger sollten ihr Kapital breit streuen

In den unruhigen Zeiten der Finanz- und Schuldenkrise gilt es, seine Anlagen gut zu überdenken. Neben einer neuen Risikobewertung sollten Investoren ihr Kapital vor allem gut auf verschiedene Anlagen aufteilen.

Solide Aktien sollten im Depot nicht fehlen. dpa

Solide Aktien sollten im Depot nicht fehlen.

Kluges Diversifizieren ist bei der Geldanlage wichtiger denn je - das gehörte zu den Kernbotschaften der Experten auf dem Handelsblatt-Podium auf der Invest in Stuttgart, der größten Anlegermesse Deutschlands. Die ruhigen Zeiten sind nämlich vorbei: In der Finanz- und Schuldenkrise zeigten sich bei Aktien immer wieder enorm große Kursausschläge nach unten und oben. Zugleich müssen die Risiken bei lange Zeit als sicher erachteten Anlagen neu bewertet werden, etwa bei Anleihen westlicher Industriestaaten.

Um das Kapital zu erhalten oder besser noch zu mehren, müssen Anleger angesichts der extrem volatilen Börsenwelt ihr Depot „regelmäßig“ überwachen, sagt Finanzexperte Andreas Limoser vom VZ Vermögenszentrum. Um Verluste im Rahmen zu halten, helfe es bereits, bestimmte Kursniveaus zu definieren, zu denen man Wertpapiere verkaufen wolle, meint Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Seine Aktienquote sollte man entsprechend dem Risikoempfinden definieren: „Wer nur zehn Prozent Verlust aushalten kann, darf maximal ein Fünftel seines Depots in Aktien investieren“, sagt er. Darf das Depot auch 30 Prozent im Minus liegen, können Dividendenwerte die Hälfte ausmachen. Ein konservativer Anleger sollte nicht mehr als 40 Prozent des Depots in Aktien halten, rät Limoser.

Entscheidend ist, dass Investoren ihr Vermögen über verschiedene Anlagen breit streuen -„vor allem solide Aktien dürfen nicht fehlen“, sagt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. Der Grund: die Niedrigzinspolitik der Notenbanken und die dadurch drohende hohe Inflation. Darunter leiden die Besitzer von vermeintlich sicheren Anleihen wie Bundespapieren, deren Renditen nach Abzug der Inflation schon heute negativ sind. „In Bundesanleihen sollte wegen der negativen Realverzinsung nur investieren, wer das Bundesverdienstkreuz anstrebt“, sagt Stephan Albrech, Vorstand des Vermögensverwalters Albrech und Cie.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×