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Finanzmärkte

Das wurde im ersten Halbjahr 2017 aus 100.000 Euro

VonAndrea Cünnen

2017 läuft es für Investoren bislang besser als erwartet. Der politische Rechtsruck blieb aus, die Wirtschaft erholt sich weiter. Ein Überblick über große Flops und überraschende Tops in Europas wichtigsten Märkten.

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Wie gewonnen, so zerronnen. Im vergangenen Jahr gehörte Zucker mit einem Plus von 28 Prozent zu den lukrativsten Anlageformen, im ersten Halbjahr 2017 machten Investoren aber deutliche Verluste. Der Preis für eine Tonne Rohrzucker brach in New York um mehr als 35 Prozent ein. Zucker wird – wie alle Rohstoffe - in Dollar gehandelt wird. Der zum Euro gefallene Dollar vergrößerte die Verluste für hiesige Investoren noch. Wer Anfang des Jahres einen Terminkontrakt für 100.000 Euro auf Zucker kaufte, hat so jetzt – ohne Transaktionskosten - nur noch 59.740  Euro auf dem Konto. Hauptgrund für den Verfall sind globale Produktionsüberschüsse und wachsende Lagerbestände. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 25: Zucker

Wie gewonnen, so zerronnen. Im vergangenen Jahr gehörte Zucker mit einem Plus von 28 Prozent zu den lukrativsten Anlageformen, im ersten Halbjahr 2017 machten Investoren aber deutliche Verluste. Der Preis für eine Tonne Rohrzucker brach in New York um mehr als 35 Prozent ein. Zucker wird – wie alle Rohstoffe - in Dollar gehandelt wird. Der zum Euro gefallene Dollar vergrößerte die Verluste für hiesige Investoren noch. Wer Anfang des Jahres einen Terminkontrakt für 100.000 Euro auf Zucker kaufte, hat so jetzt – ohne Transaktionskosten - nur noch 59.740 Euro auf dem Konto. Hauptgrund für den Verfall sind globale Produktionsüberschüsse und wachsende Lagerbestände.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Hohe Lagerbestände sind auch ein Grund dafür, dass der Ölpreis in diesem Jahr wieder auf Talfahrt gegangen ist. Dazu kommt die steigende Förderung in den USA, nicht nur von traditionellem, sondern auch von aus Schiefergestein gewonnenem Öl. Seit Januar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseeölsorte Brent um 16 Prozent, aus 100.000 in Ölkontrakten angelegten Euro wurden sogar nur 77.520 Euro – ein Minus von 22,48 Prozent. Die seit November vergangenen Jahres geltende Förderbremse der Organisation Erdölexportierender Länder (Opec) und zehn weiterer Nationen zieht damit nicht. Die USA machen bei den Beschränkungen nicht mit. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 24: Öl

Hohe Lagerbestände sind auch ein Grund dafür, dass der Ölpreis in diesem Jahr wieder auf Talfahrt gegangen ist. Dazu kommt die steigende Förderung in den USA, nicht nur von traditionellem, sondern auch von aus Schiefergestein gewonnenem Öl. Seit Januar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseeölsorte Brent um 16 Prozent, aus 100.000 in Ölkontrakten angelegten Euro wurden sogar nur 77.520 Euro – ein Minus von 22,48 Prozent. Die seit November vergangenen Jahres geltende Förderbremse der Organisation Erdölexportierender Länder (Opec) und zehn weiterer Nationen zieht damit nicht. Die USA machen bei den Beschränkungen nicht mit.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Das reichste Land der Welt wird von seinen Nachbarn isoliert. Saudi-Arabien und seine Verbündeten Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Ägypten und Jemen warfen Katar Anfang Juni vor, Extremisten zu unterstützen und haben ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Wüstenstaat abgebrochen. Darauf reagierte auch die Börse. Die Verluste des QE-Index in Doha summieren sich so seit Jahresanfang auf 13,5 Prozent, dazu wertete die Landeswährung Katar-Riyal zu Dollar und Euro ab. Von 100.000 in den QE-Index investierten Euro sind so nur noch 79.500 Euro übrig. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 23: Aktien Katar

Das reichste Land der Welt wird von seinen Nachbarn isoliert. Saudi-Arabien und seine Verbündeten Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Ägypten und Jemen warfen Katar Anfang Juni vor, Extremisten zu unterstützen und haben ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Wüstenstaat abgebrochen. Darauf reagierte auch die Börse. Die Verluste des QE-Index in Doha summieren sich so seit Jahresanfang auf 13,5 Prozent, dazu wertete die Landeswährung Katar-Riyal zu Dollar und Euro ab. Von 100.000 in den QE-Index investierten Euro sind so nur noch 79.500 Euro übrig.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Die Erholung der russischen Börse aus dem vergangenen Jahr ist schon wieder zu Ende. 100.000 in den Leitindex Micex investierte Euro schrumpften seit Januar auf 81.200 Euro – ein Verlust, der durch die Abwertung des Rubels noch verstärkt wurde. Hauptgründe für den neuen Einbruch der Börse sind der wieder fallende Ölpreis. Dazu belasten nach wie vor die wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen die russische Wirtschaft. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 22: Aktien Russland

Die Erholung der russischen Börse aus dem vergangenen Jahr ist schon wieder zu Ende. 100.000 in den Leitindex Micex investierte Euro schrumpften seit Januar auf 81.200 Euro – ein Verlust, der durch die Abwertung des Rubels noch verstärkt wurde. Hauptgründe für den neuen Einbruch der Börse sind der wieder fallende Ölpreis. Dazu belasten nach wie vor die wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen die russische Wirtschaft.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Vor allem am Devisenmarkt zeigt sich, dass die Euphorie um US-Präsident Trump verflogen ist. Die Hoffnungen schwinden, dass er seine angekündigten Steuersenkungs- und Investitionsprogramme zügig durchgesetzt bekommt. Auch die Politaffären rund um FBI und Russland lassen den Dollar schwächeln. Und das nicht nur zum Euro, sondern zu den meisten wichtigen Währungen. Der Euro dagegen legte zu vielen Währungen zu. Die Folge: Aus 100.000 zu Jahresbeginn in den Dollar investierten Euro sind in den ersten sechs Monaten des Jahres nur noch 81.200 Euro geworden, ein Minus von über sieben Prozent. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 21: US-Dollar

Vor allem am Devisenmarkt zeigt sich, dass die Euphorie um US-Präsident Trump verflogen ist. Die Hoffnungen schwinden, dass er seine angekündigten Steuersenkungs- und Investitionsprogramme zügig durchgesetzt bekommt. Auch die Politaffären rund um FBI und Russland lassen den Dollar schwächeln. Und das nicht nur zum Euro, sondern zu den meisten wichtigen Währungen. Der Euro dagegen legte zu vielen Währungen zu. Die Folge: Aus 100.000 zu Jahresbeginn in den Dollar investierten Euro sind in den ersten sechs Monaten des Jahres nur noch 81.200 Euro geworden, ein Minus von über sieben Prozent.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Mit vielen Vorschusslorbeeren war Brasiliens Präsident Michel Temer Ende 2015 ins Amt gestartet. Doch im März kam heraus, dass auch Temer in den seit Jahren schwelenden landesweiten Bestechungsskandal rund um die Konzerne Petrobras (Öl- und Gas), Odebrecht (Bau- und Chemie) sowie JBS (Fleisch) verwickelt ist. Das ernüchterte die Investoren. In Real gerechnet legte der Ibovespa-Index zwar knapp drei Prozent zu, aber der Real wertete deutlich ab. Von 100.000 in den Ibovespa investierten Euro verloren Anleger somit in diesem Jahr 5.595 Euro auf 94.050 Euro. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten Imago

Platz 20: Aktien Brasilien

Mit vielen Vorschusslorbeeren war Brasiliens Präsident Michel Temer Ende 2015 ins Amt gestartet. Doch im März kam heraus, dass auch Temer in den seit Jahren schwelenden landesweiten Bestechungsskandal rund um die Konzerne Petrobras (Öl- und Gas), Odebrecht (Bau- und Chemie) sowie JBS (Fleisch) verwickelt ist. Das ernüchterte die Investoren. In Real gerechnet legte der Ibovespa-Index zwar knapp drei Prozent zu, aber der Real wertete deutlich ab. Von 100.000 in den Ibovespa investierten Euro verloren Anleger somit in diesem Jahr 5.595 Euro auf 94.050 Euro.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten

Bild: Imago

Für Dollar-Anleger haben sich US-Staatsanleihen besser entwickelt als erwartet. Obwohl die US-Notenbank Fed den Leitzins in diesem Jahr bereits zweimal auf ein Band von jetzt 1,00 bis 1,25 Prozent erhöht hat, stiegen die Kurse von US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit. Das liegt vor allem an den gesunkenen Inflationserwartungen. Quer über alle Laufzeiten erzielten Anleger im ersten Halbjahr mit US-Staatsanleihen so einen Gesamtertrag aus Zinseinnahmen und Kursveränderungen von immerhin gut zwei  Prozent. Der Verlust des Dollars zum Euro zehrte diesen Gewinn aber für Euro-Anleger mehr als auf. Aus 100.000 in US-Staatsanleihen investierten Euro bleiben so nur 94.970 Euro übrig. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg frei

Platz 19: US-Staatsanleihen

Für Dollar-Anleger haben sich US-Staatsanleihen besser entwickelt als erwartet. Obwohl die US-Notenbank Fed den Leitzins in diesem Jahr bereits zweimal auf ein Band von jetzt 1,00 bis 1,25 Prozent erhöht hat, stiegen die Kurse von US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit. Das liegt vor allem an den gesunkenen Inflationserwartungen. Quer über alle Laufzeiten erzielten Anleger im ersten Halbjahr mit US-Staatsanleihen so einen Gesamtertrag aus Zinseinnahmen und Kursveränderungen von immerhin gut zwei Prozent. Der Verlust des Dollars zum Euro zehrte diesen Gewinn aber für Euro-Anleger mehr als auf. Aus 100.000 in US-Staatsanleihen investierten Euro bleiben so nur 94.970 Euro übrig.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: frei

Die britische Währung leidet immer noch unter dem Brexit-Votum. In diesem Jahr sank der Pfund-Kurs gegenüber dem Euro um 2,85 Prozent, nachdem das Pfund im Vorjahr unter dem Strich mehr als 13 Prozent verloren hatte – bezogen auf 100.000 Euro ist das ein Verlust von 2850 Euro auf 97.150 Euro. Großbritanniens Premierministerin Theresa May ist nach dem enttäuschenden Wahlergebnis ihrer Partei im Juni geschwächt in die ersten Verhandlungen gegangen. Das niedrige Pfund half aber immerhin dem britischen Aktienmarkt weiter, der in diesem Jahr 3,6 Prozent gewonnen hat. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg dpa

Platz 18: Britisches Pfund

Die britische Währung leidet immer noch unter dem Brexit-Votum. In diesem Jahr sank der Pfund-Kurs gegenüber dem Euro um 2,85 Prozent, nachdem das Pfund im Vorjahr unter dem Strich mehr als 13 Prozent verloren hatte – bezogen auf 100.000 Euro ist das ein Verlust von 2850 Euro auf 97.150 Euro. Großbritanniens Premierministerin Theresa May ist nach dem enttäuschenden Wahlergebnis ihrer Partei im Juni geschwächt in die ersten Verhandlungen gegangen. Das niedrige Pfund half aber immerhin dem britischen Aktienmarkt weiter, der in diesem Jahr 3,6 Prozent gewonnen hat.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: dpa

Die nachlassenden Sorgen vor einem zu starken US-Dollar stützen die Anleihen der Schwellenländer. Zudem sind die Emerging Markets widerstandsfähiger gegen externe Schocks geworden und profitieren von relativ starkem Wirtschaftswachstum. Außerdem locken die niedrigen Anleiherenditen der Industrienationen Investoren wieder verstärkt in die Anleihen der Schwellenländer. In Dollar gerechnet brachten die auf Dollar lautenden Zinspapiere der Emerging Markets Anleger so im Schnitt einen Gesamtertrag aus Zinsen und Kursgewinnen von 5,4 Prozent. Euro-Anleger, die ihre Positionen nicht währungsgesichert haben, schauen allerdings in die Röhre. Nach den ersten sechs Monaten bleiben noch 97.710 Euro übrig. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg dpa

Platz 17: Dollar-Anleihen Schwellenländer

Die nachlassenden Sorgen vor einem zu starken US-Dollar stützen die Anleihen der Schwellenländer. Zudem sind die Emerging Markets widerstandsfähiger gegen externe Schocks geworden und profitieren von relativ starkem Wirtschaftswachstum. Außerdem locken die niedrigen Anleiherenditen der Industrienationen Investoren wieder verstärkt in die Anleihen der Schwellenländer. In Dollar gerechnet brachten die auf Dollar lautenden Zinspapiere der Emerging Markets Anleger so im Schnitt einen Gesamtertrag aus Zinsen und Kursgewinnen von 5,4 Prozent. Euro-Anleger, die ihre Positionen nicht währungsgesichert haben, schauen allerdings in die Röhre. Nach den ersten sechs Monaten bleiben noch 97.710 Euro übrig.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: dpa

Bundesanleihen haben sich unter anderem dank der zuletzt wieder leicht gesunkenen Inflation besser entwickelt als erwartet, aber für einen Gewinn reichte es im ersten Halbjahr 2017 dennoch nicht. Quer über alle Laufzeiten stiegen die Renditen unter dem Strich leicht. Entsprechend sanken die Kurse minimal. Anleger verloren so mit deutschen Staatsanleihen von 100.000 Euro rund 1230 Euro auf 98.770 Euro. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 16: Deutsche Staatsanleihen

Bundesanleihen haben sich unter anderem dank der zuletzt wieder leicht gesunkenen Inflation besser entwickelt als erwartet, aber für einen Gewinn reichte es im ersten Halbjahr 2017 dennoch nicht. Quer über alle Laufzeiten stiegen die Renditen unter dem Strich leicht. Entsprechend sanken die Kurse minimal. Anleger verloren so mit deutschen Staatsanleihen von 100.000 Euro rund 1230 Euro auf 98.770 Euro.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Die Marke von 1300 Dollar je Feinunze hat der Goldpreis in diesem Jahr zwar noch nicht wieder erreicht, dennoch ist es erneut gefragt. In Dollar gerechnet legte das Edelmetall seit Jahresbeginn gut acht Prozent zu. Doch die Dollar-Abwertung über das Jahr machte den Gewinn für Euro-Anleger zunichte, sie haben von 100.000 in Gold investierten Euro nur noch 99.760 Euro übrig. Gestützt wird der Goldpreis nach Meinung von Analysten auch durch die höhere Nachfrage nach physischem Gold in Japan und China. David Donora, Leiter des Rohstoffbereichs beim Fondshaus Columbia Threadneedle, äußert sich optimistisch: Er erwartet, dass Gold die alten Hochs von etwa 1900 Dollar je Feinunze ansteuern wird. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg dpa

Platz 15: Gold

Die Marke von 1300 Dollar je Feinunze hat der Goldpreis in diesem Jahr zwar noch nicht wieder erreicht, dennoch ist es erneut gefragt. In Dollar gerechnet legte das Edelmetall seit Jahresbeginn gut acht Prozent zu. Doch die Dollar-Abwertung über das Jahr machte den Gewinn für Euro-Anleger zunichte, sie haben von 100.000 in Gold investierten Euro nur noch 99.760 Euro übrig. Gestützt wird der Goldpreis nach Meinung von Analysten auch durch die höhere Nachfrage nach physischem Gold in Japan und China. David Donora, Leiter des Rohstoffbereichs beim Fondshaus Columbia Threadneedle, äußert sich optimistisch: Er erwartet, dass Gold die alten Hochs von etwa 1900 Dollar je Feinunze ansteuern wird.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: dpa

Die US-Aktienmärkte würden schon alle positiven Vorhaben des neuen US-Präsidenten Donald Trump widerspiegeln, hieß es zu Jahresbeginn. Dennoch stiegen sie weiter – ungeachtet aller Rückschläge für den Präsidenten. Dow Jones und S&P 500 markierten neue Rekordhochs. Mit einem Plus von 8,6 Prozent entwickelte sich der Dow Jones etwa nicht viel schlechter als Deutschlands Leitindex Dax. Banken warnen jedoch, dass die Wirtschaftsdynamik in den USA nachlässt und raten mehrheitlich von US-Aktien ab. Bislang machten Euro-Anleger mit investierten 100.000 nur 190 Euro Gewinn. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg AP

Platz 14: US-Aktien

Die US-Aktienmärkte würden schon alle positiven Vorhaben des neuen US-Präsidenten Donald Trump widerspiegeln, hieß es zu Jahresbeginn. Dennoch stiegen sie weiter – ungeachtet aller Rückschläge für den Präsidenten. Dow Jones und S&P 500 markierten neue Rekordhochs. Mit einem Plus von 8,6 Prozent entwickelte sich der Dow Jones etwa nicht viel schlechter als Deutschlands Leitindex Dax. Banken warnen jedoch, dass die Wirtschaftsdynamik in den USA nachlässt und raten mehrheitlich von US-Aktien ab. Bislang machten Euro-Anleger mit investierten 100.000 nur 190 Euro Gewinn.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: AP

Japans Wirtschaft überrascht positiv. Im ersten Quartal 2017 wuchs sie gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,6 Prozent. Damit steigerte Japan seine Wirtschaftsleistung fünf Quartale in Folge – eine so lange Erholung gab es seit einem Jahrzehnt nicht. Ökonomen rechnen allerdings, dass die Wirtschaft wieder etwas abflauen wird. Sie wird zudem gestützt durch die Geldschwemme der japanischen Notenbank, die Anleihen und Aktien kauft. Entsprechend sind Investoren in Japan nicht euphorisch. Immerhin gewann der Leitindex Nikkei 225 im ersten Halbjahr 5,6 Prozent. Da aber auch der Yen gegenüber dem Euro verlor, bleibt für Euro-Investoren ein Plus von 1,15 Prozent auf 101.150 Euro. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 13: Aktien Japan

Japans Wirtschaft überrascht positiv. Im ersten Quartal 2017 wuchs sie gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,6 Prozent. Damit steigerte Japan seine Wirtschaftsleistung fünf Quartale in Folge – eine so lange Erholung gab es seit einem Jahrzehnt nicht. Ökonomen rechnen allerdings, dass die Wirtschaft wieder etwas abflauen wird. Sie wird zudem gestützt durch die Geldschwemme der japanischen Notenbank, die Anleihen und Aktien kauft. Entsprechend sind Investoren in Japan nicht euphorisch. Immerhin gewann der Leitindex Nikkei 225 im ersten Halbjahr 5,6 Prozent. Da aber auch der Yen gegenüber dem Euro verlor, bleibt für Euro-Investoren ein Plus von 1,15 Prozent auf 101.150 Euro.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Anleihen von Unternehmen mit schwacher Bonität und entsprechend höheren Renditen sind bei Anlegern gefragt. Im Niedrigzinsumfeld ziehen die Bonds nach wie vor Investoren an. Dazu kommt, dass die EZB Anleihen von Unternehmen guter Bonität kauft und Investoren so in die Bonds mit schwächerer Kreditwürdigkeit und höherer Ausfallgefahr drängt. Das ließ die durchschnittliche Renditen der Papiere Mitte Juni im Schnitt auf ein historisches Tief von gut 2,5 Prozent fallen, seither ist sie nur wieder leicht gestiegen. Sinkende Renditen bedeuten steigende Kurse – gemessen am entsprechenden Index der BofA Merrill Lynch wurden so aus 100.000 in die Papiere investieren Euro dank Kurssteigerungen und Zinseinnahmen  im ersten Halbjahr 104.230 Euro. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 12: Euro-Unternehmensanleihen mit schwacher Bonität

Anleihen von Unternehmen mit schwacher Bonität und entsprechend höheren Renditen sind bei Anlegern gefragt. Im Niedrigzinsumfeld ziehen die Bonds nach wie vor Investoren an. Dazu kommt, dass die EZB Anleihen von Unternehmen guter Bonität kauft und Investoren so in die Bonds mit schwächerer Kreditwürdigkeit und höherer Ausfallgefahr drängt. Das ließ die durchschnittliche Renditen der Papiere Mitte Juni im Schnitt auf ein historisches Tief von gut 2,5 Prozent fallen, seither ist sie nur wieder leicht gestiegen. Sinkende Renditen bedeuten steigende Kurse – gemessen am entsprechenden Index der BofA Merrill Lynch wurden so aus 100.000 in die Papiere investieren Euro dank Kurssteigerungen und Zinseinnahmen im ersten Halbjahr 104.230 Euro.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Chinas Aktien sind dabei, sich vom Einbruch des vergangenen Jahres – der CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor 2016 über elf Prozent – zu erholen. Dazu trägt auch bei, dass der Indexanbieter MSCI chinesische Aktien in den vielbeachteten Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets aufnehmen wird. Der Leitindex CSI 300 gewann so in diesem Jahr bislang 10,8 Prozent. Allerdings gab auch die chinesische Währung Yuan zum Euro nach, so dass der Gewinn für hiesige Anleger auf 4,74 Prozent auf 104.740 Euro schrumpfte. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg dpa

Platz 11: Aktien China

Chinas Aktien sind dabei, sich vom Einbruch des vergangenen Jahres – der CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor 2016 über elf Prozent – zu erholen. Dazu trägt auch bei, dass der Indexanbieter MSCI chinesische Aktien in den vielbeachteten Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets aufnehmen wird. Der Leitindex CSI 300 gewann so in diesem Jahr bislang 10,8 Prozent. Allerdings gab auch die chinesische Währung Yuan zum Euro nach, so dass der Gewinn für hiesige Anleger auf 4,74 Prozent auf 104.740 Euro schrumpfte.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: dpa

Europäische Aktien – speziell die aus der Eurozone – stehen bei Anlegern hoch im Kurs. Nachdem die Hürde der französischen Präsidentschaftswahlen überwunden und die rechtsextreme Marine Le Pen deutlich vom liberalen und Euro-freundlichen Emmanuel Macron  geschlagen wurde, setzten die Börsen ihren Aufwärtstrend fort. 6,74 Prozent hat der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 für die größten 50 Aktienwerte im Euro-Raum in diesem Jahr bereits zugelegt. Investoren machten so aus 100.000 in den Index angelegten Euro satte 106.740 Euro. Frankreichs Leitindex CAC 40 legten mit gut sieben Prozent sogar noch etwas stärker zu als der Euro Stoxx 50. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 10: Aktien Eurozone

Europäische Aktien – speziell die aus der Eurozone – stehen bei Anlegern hoch im Kurs. Nachdem die Hürde der französischen Präsidentschaftswahlen überwunden und die rechtsextreme Marine Le Pen deutlich vom liberalen und Euro-freundlichen Emmanuel Macron geschlagen wurde, setzten die Börsen ihren Aufwärtstrend fort. 6,74 Prozent hat der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 für die größten 50 Aktienwerte im Euro-Raum in diesem Jahr bereits zugelegt. Investoren machten so aus 100.000 in den Index angelegten Euro satte 106.740 Euro. Frankreichs Leitindex CAC 40 legten mit gut sieben Prozent sogar noch etwas stärker zu als der Euro Stoxx 50.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Die Aktienbörsen der Emerging Markets stehen in der Gunst der Investoren ebenfalls weit oben. Der auf Dollar lautende Aktienschwellenländer-Index MSCI Emerging Markets hat seit Januar gut 17 Prozent zugelegt, in Euro umgerechnet liegt der Index immer noch stolze 8,8  Prozent im Plus ( 108.800 Euro bei 100.000-Euro-Investition). „Unternehmen in den Schwellenländern steigern ihre Gewinne schneller, die Gewinnrevisionen befinden sich im Aufwärtstrend, und die Eigenkapitalrenditen sind vergleichbar mit denen der Industrieländer“, meint Krishan Selva, Portfoliomanager bei Columbia Threadneedle. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 9: Schwellenländer-Aktien

Die Aktienbörsen der Emerging Markets stehen in der Gunst der Investoren ebenfalls weit oben. Der auf Dollar lautende Aktienschwellenländer-Index MSCI Emerging Markets hat seit Januar gut 17 Prozent zugelegt, in Euro umgerechnet liegt der Index immer noch stolze 8,8 Prozent im Plus (108.800 Euro bei 100.000-Euro-Investition). „Unternehmen in den Schwellenländern steigern ihre Gewinne schneller, die Gewinnrevisionen befinden sich im Aufwärtstrend, und die Eigenkapitalrenditen sind vergleichbar mit denen der Industrieländer“, meint Krishan Selva, Portfoliomanager bei Columbia Threadneedle.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Der Dax jagt von Rekord zu Rekord. Nur noch 48 Punkte fehlten Deutschlands Leitindex im Juni zeitweise bis zur Marke von 13.000 Punkten. Doch die Zuwächse werden kleiner, nach jedem neuen Allzeithoch gibt es erst einmal kleinere Rückschläge. Seit Januar legte der Dax insgesamt 9,45 Prozent zu ( 109.450 Euro), nachdem er im Vorjahr dank der Jahresschlussrally unter dem Strich 6,9 Prozent gewonnen hat. Dabei ist der Dax im Gegensatz zu anderen Börsenindizes ein Performance-Index, Dividenden werden also mit einberechnet. Rein auf Kursbasis liegt der Dax noch knapp sieben Prozent unter seinem im April 2015 erreichten Allzeithoch, hat aber in diesem Jahr 5,6 Prozent gewonnen. Analysten sehen jetzt aber zunehmend „Ermüdungserscheinungen“. Noch sind aber zumindest die Unternehmen zuversichtlich: So erreichte auch der Ifo-Geschäftsklimaindex zuletzt erneut ein Rekordhoch. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 8: Aktien Deutschland

Der Dax jagt von Rekord zu Rekord. Nur noch 48 Punkte fehlten Deutschlands Leitindex im Juni zeitweise bis zur Marke von 13.000 Punkten. Doch die Zuwächse werden kleiner, nach jedem neuen Allzeithoch gibt es erst einmal kleinere Rückschläge. Seit Januar legte der Dax insgesamt 9,45 Prozent zu (109.450 Euro), nachdem er im Vorjahr dank der Jahresschlussrally unter dem Strich 6,9 Prozent gewonnen hat. Dabei ist der Dax im Gegensatz zu anderen Börsenindizes ein Performance-Index, Dividenden werden also mit einberechnet. Rein auf Kursbasis liegt der Dax noch knapp sieben Prozent unter seinem im April 2015 erreichten Allzeithoch, hat aber in diesem Jahr 5,6 Prozent gewonnen. Analysten sehen jetzt aber zunehmend „Ermüdungserscheinungen“. Noch sind aber zumindest die Unternehmen zuversichtlich: So erreichte auch der Ifo-Geschäftsklimaindex zuletzt erneut ein Rekordhoch.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Beeindruckend ist die Erholung des mexikanischen Peso. Nach der Wahl von Trump im vergangenen Jahr war die Währung des US-Nachbarlandes zum Dollar um 13,3 Prozent eingebrochen, zum Euro verlor der Peso 10,5 Prozent. Kein Wunder, ist Mexiko doch der wichtigste Handelspartner der USA. Inzwischen ist laut Analysten wie Carlos Hermosillo vom mexikanischen Vermögensberater Actinver aber klar, dass die neue US-Regierung das Freihandelsabkommen Nafta nicht abschaffen, sondern neu verhandeln will. Das macht Investoren Hoffnung. Seit Januar gewann der Peso kräftig, aus 100.000 in die mexikanische Währung angelegten Euro wurden 109.830 Euro. Zum Dollar gewann der Peso noch mehr. Auch Mexikos Leitindex IPC legte zu, er gewann gut acht Prozent und erreichte im Mai sogar ein Allzeithoch von 50.154 Zählern. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 7: Mexikanischer Peso

Beeindruckend ist die Erholung des mexikanischen Peso. Nach der Wahl von Trump im vergangenen Jahr war die Währung des US-Nachbarlandes zum Dollar um 13,3 Prozent eingebrochen, zum Euro verlor der Peso 10,5 Prozent. Kein Wunder, ist Mexiko doch der wichtigste Handelspartner der USA. Inzwischen ist laut Analysten wie Carlos Hermosillo vom mexikanischen Vermögensberater Actinver aber klar, dass die neue US-Regierung das Freihandelsabkommen Nafta nicht abschaffen, sondern neu verhandeln will. Das macht Investoren Hoffnung. Seit Januar gewann der Peso kräftig, aus 100.000 in die mexikanische Währung angelegten Euro wurden 109.830 Euro. Zum Dollar gewann der Peso noch mehr. Auch Mexikos Leitindex IPC legte zu, er gewann gut acht Prozent und erreichte im Mai sogar ein Allzeithoch von 50.154 Zählern.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Spaniens Leitindex Ibex 35 ist noch knapp ein Drittel von seinem Rekordstand aus dem Jahr 2007 entfernt, hat mit einem Plus von 13,74 Prozent in diesem Jahr eine beeindruckende Rally hingelegt. Aus 100.000 zu Beginn des Jahres in den Leitindex investierten Euro wurden so 113.740 Euro. Spaniens Wirtschaft ist im ersten Quartal um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Damit stieg das Bruttoinlandsprodukt das zehnte Quartal in Folge und liegt erneut über dem Durchschnitt der Eurozone. Auch die Arbeitslosigkeit sinkt von ihrem hohen Niveau. Getrübt wird das Bild allerdings durch die Unsicherheit über das Referendum zur Unabhängigkeit Kataloniens.  Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 6: Aktien Spanien

Spaniens Leitindex Ibex 35 ist noch knapp ein Drittel von seinem Rekordstand aus dem Jahr 2007 entfernt, hat mit einem Plus von 13,74 Prozent in diesem Jahr eine beeindruckende Rally hingelegt. Aus 100.000 zu Beginn des Jahres in den Leitindex investierten Euro wurden so 113.740 Euro. Spaniens Wirtschaft ist im ersten Quartal um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Damit stieg das Bruttoinlandsprodukt das zehnte Quartal in Folge und liegt erneut über dem Durchschnitt der Eurozone. Auch die Arbeitslosigkeit sinkt von ihrem hohen Niveau. Getrübt wird das Bild allerdings durch die Unsicherheit über das Referendum zur Unabhängigkeit Kataloniens.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls Palladium ist im Juni auf bis zu 914,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und damit den höchsten Stand seit 16 Jahren gestiegen. Palladium wird unter anderem in Abgaskatalysatoren von Autos verwendet. Auch in Euro gerechnet ist der Anstieg mit 15,41 Prozent noch beachtlich. Wer zuletzt 100.000 Euro investierte, darf sich also nun über 115.420 Euro freuen. „Die industrielle Nachfrage bleibt hoch und das Angebot in diesem Jahr dürfte sinken“, meint dazu Analyst Jonathan Butler vom Handelshaus Mitsubishi. Das Spezialchemieunternehmen Johnson Matthey sieht bei Palladium in diesem Jahr eine Produktionslücke von knapp 800.000 Tonnen. Gemessen am Verhältnis zwischen Preis und Förderkosten gilt Palladium derzeit als einer der teuersten Rohstoffe weltweit. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 5: Palladium

Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls Palladium ist im Juni auf bis zu 914,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und damit den höchsten Stand seit 16 Jahren gestiegen. Palladium wird unter anderem in Abgaskatalysatoren von Autos verwendet. Auch in Euro gerechnet ist der Anstieg mit 15,41 Prozent noch beachtlich. Wer zuletzt 100.000 Euro investierte, darf sich also nun über 115.420 Euro freuen. „Die industrielle Nachfrage bleibt hoch und das Angebot in diesem Jahr dürfte sinken“, meint dazu Analyst Jonathan Butler vom Handelshaus Mitsubishi. Das Spezialchemieunternehmen Johnson Matthey sieht bei Palladium in diesem Jahr eine Produktionslücke von knapp 800.000 Tonnen. Gemessen am Verhältnis zwischen Preis und Förderkosten gilt Palladium derzeit als einer der teuersten Rohstoffe weltweit.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Mit der Ukraine ist ein weiteres Krisenland im ersten Halbjahr im Anlageranking weit nach vorne gerückt. Die Wirtschaft erholt sich zwar leicht, aber wie Griechenland ist auch die Ukraine immer noch von Hilfskrediten abhängig. Hier hilft der Internationale Währungsfonds (IWF), der zuletzt die hohe Korruption im Land beklagte. Dennoch: Der Aktienindex UX legte im ersten Halbjahr gut 31 Prozent zu. Durch die nur relativ leichte Abwertung der Währung Hrywna bleibt auch in Euro gerechnet noch bei einer Investition von 100.000 Euro ein Plus auf 126.670 Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Index in Euro gerechnet bereits gut sieben Prozent zugelegt. 2014 brachten der Konflikt mit den pro-russischen Separatisten, aber auch Misswirtschaft das Land an den Rand des Staatsbankrotts. Damals verloren Anleger mit einem Investment in den ukrainischen Leitindex in Euro gerechnet mehr als die Hälfte ihres Geldes. Noch immer kontrollieren von Russland gestützte Rebellen den Osten der Ukraine. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 4: Aktien Ukraine

Mit der Ukraine ist ein weiteres Krisenland im ersten Halbjahr im Anlageranking weit nach vorne gerückt. Die Wirtschaft erholt sich zwar leicht, aber wie Griechenland ist auch die Ukraine immer noch von Hilfskrediten abhängig. Hier hilft der Internationale Währungsfonds (IWF), der zuletzt die hohe Korruption im Land beklagte. Dennoch: Der Aktienindex UX legte im ersten Halbjahr gut 31 Prozent zu. Durch die nur relativ leichte Abwertung der Währung Hrywna bleibt auch in Euro gerechnet noch bei einer Investition von 100.000 Euro ein Plus auf 126.670 Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Index in Euro gerechnet bereits gut sieben Prozent zugelegt. 2014 brachten der Konflikt mit den pro-russischen Separatisten, aber auch Misswirtschaft das Land an den Rand des Staatsbankrotts. Damals verloren Anleger mit einem Investment in den ukrainischen Leitindex in Euro gerechnet mehr als die Hälfte ihres Geldes. Noch immer kontrollieren von Russland gestützte Rebellen den Osten der Ukraine.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Die Börse in Athen hat überraschend gut abgeschnitten. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Leitindex AEX investierte, sahnte kräftig ab auf 127.550 Euro. Von seinem Vorkrisenhoch von mehr als 5.00 Punkten ist der Leitindex der Athener Börse mit einem Stand von rund 820 Zählern noch extrem weit entfernt. Noch ist das Krisenland nicht gerettet, aber die jüngste Einigung mit den Gläubigern über die Auszahlung aus dem laufenden Hilfsprogramm ist ein weiterer wichtiger Schritt. Auch die Wirtschaft stabilisiert sich. Nach drei Jahren Stagnation rechnet die Ratingagentur Moody‘s mit positiven Wachstumsraten in diesem und im nächsten Jahr. Vor allem der private Konsum steige in Griechenland, nachdem die Beschäftigung seit mehr als einem Jahr zulegt. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 3: Aktien Griechenland

Die Börse in Athen hat überraschend gut abgeschnitten. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Leitindex AEX investierte, sahnte kräftig ab auf 127.550 Euro. Von seinem Vorkrisenhoch von mehr als 5.00 Punkten ist der Leitindex der Athener Börse mit einem Stand von rund 820 Zählern noch extrem weit entfernt. Noch ist das Krisenland nicht gerettet, aber die jüngste Einigung mit den Gläubigern über die Auszahlung aus dem laufenden Hilfsprogramm ist ein weiterer wichtiger Schritt. Auch die Wirtschaft stabilisiert sich. Nach drei Jahren Stagnation rechnet die Ratingagentur Moody‘s mit positiven Wachstumsraten in diesem und im nächsten Jahr. Vor allem der private Konsum steige in Griechenland, nachdem die Beschäftigung seit mehr als einem Jahr zulegt.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Bild: Imago

Noch überraschender ist das Plus der Börse in Lettland. Denn das baltische Land, das seit 2014 Mitglied im Euro-Raum ist, haben an den Finanzmärkten nur wenige Investoren auf der Rechnung, auch weil die Umsätze an der Börse in Riga gering sind. Von der Finanzkrise vor bald zehn Jahren war Lettland besonders betroffen. Die Rezession dauerte mehr als zwei Jahre, das Bruttoinlandsprodukt sank um mehr als 15 Prozent. Davon hat sich das Land aber schon lange erholt. Seit rund zwei Jahren startet auch die Börse in Riga durch. Gemessen am Index OMX Riga wurden aus 100.000 Euro innerhalb der vergangenen sechs Monate 129.710 Euro. Dabei sind zumindest die wirtschaftlichen Aussichten weiter gut. Mit drei Prozent wird für Lettland ein deutliches höheres Wirtschaftswachstum als für den Rest der Eurozone erwartet. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 2: Aktien Lettland

Noch überraschender ist das Plus der Börse in Lettland. Denn das baltische Land, das seit 2014 Mitglied im Euro-Raum ist, haben an den Finanzmärkten nur wenige Investoren auf der Rechnung, auch weil die Umsätze an der Börse in Riga gering sind. Von der Finanzkrise vor bald zehn Jahren war Lettland besonders betroffen. Die Rezession dauerte mehr als zwei Jahre, das Bruttoinlandsprodukt sank um mehr als 15 Prozent. Davon hat sich das Land aber schon lange erholt. Seit rund zwei Jahren startet auch die Börse in Riga durch. Gemessen am Index OMX Riga wurden aus 100.000 Euro innerhalb der vergangenen sechs Monate 129.710 Euro. Dabei sind zumindest die wirtschaftlichen Aussichten weiter gut. Mit drei Prozent wird für Lettland ein deutliches höheres Wirtschaftswachstum als für den Rest der Eurozone erwartet.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

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Ausgerechnet Venezuela: Das südamerikanische Land steckt seit Jahren  in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Bei Unruhen und Protesten im Land mit den weltgrößten Ölreserven kamen seit Anfang April 77 Menschen ums Leben. Der IWF prognostiziert für dieses Jahr eine Inflation von 1800 Prozent, eine Arbeitslosenquote von über 30 Prozent und eine anhaltende Rezession, nachdem die Wirtschaft im vergangen Jahr um 16 Prozent geschrumpft war. Das Land steht kurz vor der Insolvenz. Der Gewinn des venezolanischen Aktienindex IBC von mehr als 225 Prozent im ersten Halbjahr ist deshalb eine Illusion. Kaum ein ausländischer Investor legt an der Börse in Caracas an, an der nur wenige Werte notiert sind. Heimische Investoren versuchen ihre Bolivar vor dem Wertverfall angesichts der Inflation durch den Kauf von Aktien zu retten. Der enorme Zuwachs auf 356.550 Euro bei zu Jahresbeginn in den Index investierten 100.000 Euro ist somit ein komplett theoretisches Plus. Dabei liegt die Börse in Venezuela im Ranking häufig vorn –stürzt aber auch häufig ab, so wie im ersten Halbjahr 2016 mit einem Einbruch von mehr als 50 Prozent. Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg Imago

Platz 1: Aktien Venezuela

Ausgerechnet Venezuela: Das südamerikanische Land steckt seit Jahren in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Bei Unruhen und Protesten im Land mit den weltgrößten Ölreserven kamen seit Anfang April 77 Menschen ums Leben. Der IWF prognostiziert für dieses Jahr eine Inflation von 1800 Prozent, eine Arbeitslosenquote von über 30 Prozent und eine anhaltende Rezession, nachdem die Wirtschaft im vergangen Jahr um 16 Prozent geschrumpft war. Das Land steht kurz vor der Insolvenz. Der Gewinn des venezolanischen Aktienindex IBC von mehr als 225 Prozent im ersten Halbjahr ist deshalb eine Illusion. Kaum ein ausländischer Investor legt an der Börse in Caracas an, an der nur wenige Werte notiert sind. Heimische Investoren versuchen ihre Bolivar vor dem Wertverfall angesichts der Inflation durch den Kauf von Aktien zu retten. Der enorme Zuwachs auf 356.550 Euro bei zu Jahresbeginn in den Index investierten 100.000 Euro ist somit ein komplett theoretisches Plus. Dabei liegt die Börse in Venezuela im Ranking häufig vorn –stürzt aber auch häufig ab, so wie im ersten Halbjahr 2016 mit einem Einbruch von mehr als 50 Prozent.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

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