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29.06.2017

16:00 Uhr

Finanzmarkt-Ausblick

Was die Deutsche Bank dem Dax zutraut

VonIngo Narat

Die Investmentsparte der Deutschen Bank glaubt an weitere Gewinne mit Aktien. Eine andere wichtige Anlageform kommt im neuen Börsenausblick der Deutschen Asset Management viel schlechter weg.

Die Experten der Deutsche Asset Management sehen den Dax im kommenden Jahr bei 13.400 Punkten. Reuters

Dax-Tafel

Die Experten der Deutsche Asset Management sehen den Dax im kommenden Jahr bei 13.400 Punkten.

FrankfurtHöhere Erwartungen an das Wirtschaftswachstum, steigende Aktienkurse, leicht fallende Anleihenotierungen – und ein etwas schwächerer Euro: Das sind die Eckpunkte der aktuellen Börsenprognose der Deutschen Asset Management für Mitte kommenden Jahres.

Stefan Kreuzkamp präsentierte einen positiven Ausblick auf die Finanzmärkte und rechnet jetzt für das kommende Jahr mit einem höheren globalen Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent. In den USA sieht der Chefstratege der Investmentsparte der Deutschen Bank in den kommenden zwölf Monaten noch zwei weitere Zinserhöhungen durch die Notenbank voraus. Wegen der erwarteten Kursrückgänge an den Anleihemärkten sowohl in den USA als auch in Europa empfiehlt er kürzere Laufzeiten.

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Gute Konjunkturaussichten prägen auch den Blick auf Europa. „Und die EZB dürfte beginnen, über den Ausstieg aus den Kaufprogrammen nachzudenken“, glaubt Kreuzkamp. Dadurch verliere der US-Dollar an Unterstützung. Er sieht den Euro nach dem jüngsten Aufschwung bei rund 1,10 Dollar, etwas unter dem aktuellen Niveau.

Die positivste Prognose gibt der Stratege zu den Aktienmärkten ab. „Aktien sind zwar recht teuer, aber das Gewinnwachstum ist zweistellig, das stimmt uns positiv“, sagt Kreuzkamp. Mit Blick auf die Regionen zieht er Europa und die Schwellenländer den USA vor. Europa profitiere auch von der Tatsache, dass sich das politische Risiko wegen der Unsicherheit über die Politik des Präsidenten inzwischen in die USA verlagert habe.

Dax-Ziel von 13.400 Punkten

Christian Hille, zuständig für die Mischfondsstrategien bei der Anlagesparte der Deutschen Bank, erkennt „signifikantes Aufholpotenzial bei europäischen Aktien“. Seine Empfehlung: „Wir sehen das Risiko von Rücksetzern, aber die würden wir als Kaufgelegenheiten nutzen.“ Den Dax beispielsweise sehen die Strategen des Hauses im kommenden Jahr bei 13.400 Punkten.

Mit dieser Einschätzung leicht steigender Aktienkurse befinden sich die Experten in guter Gesellschaft. Nur wenige Adressen sind mutiger. Am obersten Ende könnte das kleine Finanzhaus Sentix Asset Management liegen. „Wir glauben noch in diesem Jahr an einen Dax von 14.000 Punkten – so offensiv ist keiner“, sagt Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy.

Durch die Branchenbrille erkennen die Fachleute der Deutschen Asset Management die Anlegervorliebe für Wachstumswerte. „Wir haben seit acht Jahren einen lupenreinen Wachstumsmarkt, der Trend ist auch weiter sehr stark“, sagt Aktienleiter Thomas Schüssler. Er nennt als Beispiele die „globalen Gewinner wie Apple und Google“.

Die Risiken rücken die Experten angesichts ihres eher positiven Ausblicks in den Hintergrund. Deutsche-Asset-Chefstratege Kreuzkamp präsentiert dennoch eine Liste mit Themen, die Turbulenzen an den Märkten auslösen könnten: kurzfristig die Notenbanken, die US-Politik und geopolitische Krisen, langfristig die Euro-Zonen-Stabilität, die Lage in China und die internationale Ordnung.

Kommentare (4)

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Herr J. Teufel

29.06.2017, 17:33 Uhr

Na Gott sei Dank ....
und ich dachte schon, dass 20 Billionen Schulden der Amerikaner und noch einige Billionen der Europäer das Wirtschaftswachstum schwächen könnten. Na da bin ich ja jetzt voll beruhigt.
In Zahlen:
US$ 20.000.000.000.000 Staatsschulden
US$ 16.000.000.000.000 Sozialversicherungsschulden
US$ 27.000.000.000.000 Krankenversicherungsschulden

US$ 5.500.000.000.000 Haqushaltsdefizit

Das ist alles kein Problem, denn man hält einfach alles mit Börsenderivaten am Laufen.

US$ 539.000.000.000.000 Börsenderivate ... CDFs und so weiter, von denen damals, ich denke 2008, ein paar flöten gegangen sind. Bitte entschuldigen, dass die Werte abgerundet sind, aber sie ändern sich ja milisekundenschnell.

Also, unsere Finanzexperten raten zum Aktienkauf. Macht ja auch Sinn für die Banken. Mittlerweile ist die Federal Reserve Bank der grösste Aktionär aller Zeiten. Die können ja gar nicht falsch liegen.
Das einzige Problemchen taucht vielleicht auf, wenn selbige ihre Bilanz wieder verkleinern möchte oder wenn die EZB ihre nicht weiter aufbläht.

Es ist das beste PONZI-Monopoli-Schema, das je konstruiert wurde. Also nutzen Sie die Chance und investieren sie jetzt, damit auch sie dabeisein können, wenn die Blase aller Blasen platzt.

Oder

kaufen Sie etwas Handfestes, aber bitte nicht an der Börse......

Herr J. Teufel

29.06.2017, 17:33 Uhr

Na Gott sei Dank ....
und ich dachte schon, dass 20 Billionen Schulden der Amerikaner und noch einige Billionen der Europäer das Wirtschaftswachstum schwächen könnten. Na da bin ich ja jetzt voll beruhigt.
In Zahlen:
US$ 20.000.000.000.000 Staatsschulden
US$ 16.000.000.000.000 Sozialversicherungsschulden
US$ 27.000.000.000.000 Krankenversicherungsschulden

US$ 5.500.000.000.000 Haqushaltsdefizit

Das ist alles kein Problem, denn man hält einfach alles mit Börsenderivaten am Laufen.

US$ 539.000.000.000.000 Börsenderivate ... CDFs und so weiter, von denen damals, ich denke 2008, ein paar flöten gegangen sind. Bitte entschuldigen, dass die Werte abgerundet sind, aber sie ändern sich ja milisekundenschnell.

Also, unsere Finanzexperten raten zum Aktienkauf. Macht ja auch Sinn für die Banken. Mittlerweile ist die Federal Reserve Bank der grösste Aktionär aller Zeiten. Die können ja gar nicht falsch liegen.
Das einzige Problemchen taucht vielleicht auf, wenn selbige ihre Bilanz wieder verkleinern möchte oder wenn die EZB ihre nicht weiter aufbläht.

Es ist das beste PONZI-Monopoli-Schema, das je konstruiert wurde. Also nutzen Sie die Chance und investieren sie jetzt, damit auch sie dabeisein können, wenn die Blase aller Blasen platzt.

Oder

kaufen Sie etwas Handfestes, aber bitte nicht an der Börse......

Herr Helmut Metz

29.06.2017, 18:52 Uhr

@ J. Teufel

Wussten Sie, dass Ihr Namensvetter selbst dieses genialste Ponzi-Schema aller Zeiten erfunden hat (wie sollte es auch anders sein...)? ;-))
Gestern habe ich aus Faust 1 zitiert, heute kommt Faust 2 an die Reihe:
"Mephistopheles:
Ein solch Papier, an Gold und Perlen Statt,
Ist so bequem, man weiß doch, was man hat;
Man braucht nicht erst zu markten, noch zu tauschen,
Kann sich nach Lust in Lieb´ und Wein berauschen"


"Oder
kaufen Sie etwas Handfestes, aber bitte nicht an der Börse..."

-> Einzig und alleine der NARR tut das in Faust 2 (und ist somitt schlauer als alle anderen):
"Narr: Und kaufen kann ich Acker, Haus und Vieh?
Mephistopheles: Versteht sich! Biete nur, das fehlt dir nie.
(...)
Narr: Heut abend wieg ich mich im Grundbesitz!
Mephistopheles: Wer zweifelt noch an unsres Narren Witz!"

-> Unser Maximalgenie Johann Wolfgang von Goethe durchblickte den ganzen Betrug schon vor 200 Jahren. Ebenso kann man bei ihm lesen, was dagegen zu tun ist: nämlich handeln wie der Narr!

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