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03.03.2016

15:15 Uhr

Fintech in Deutschland

Wer seid Ihr und wenn ja, wie viele?

VonKatharina Schneider

Mit Statistiken zur Finanztechnologie-Branche ist das so eine Sache. Die Firmen schießen wie Pilze aus dem Boden und sind mit einer Definition schwer zu greifen. Und selbst wer viele Jahre dabei ist, kann dazu zählen.

Neue Unternehmen in der Finanztechnologiebranche werden gerne „Fintechs“ genannt. Imago

Fintechs in Deutschland

Neue Unternehmen in der Finanztechnologiebranche werden gerne „Fintechs“ genannt.

FrankfurtZumindest in einem Punkt sind sich zwei aktuelle Studien zum deutschen Fintech-Markt zweifellos einig: Die Branche wächst. Darüber hinaus gibt es in den Marktübersichten aber etliche Unterschiede. Die Ursache dafür ist schnell gefunden. Über die jungen Finanztechnologie-Unternehmen, die das Geschäft der etablierten Finanzinstitute aufmischen, wird zwar viel gesprochen, doch es gibt keine allgemein anerkannte Definition dafür, was ein Fintech eigentlich ist.

Die Unternehmensberatung Barkow Consulting zählt nach ihrem Verständnis derzeit 405 Fintechs in Deutschland. Die Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) kommt dagegen nur auf 250. Barkow definiert so: „Fintech: Nutzung moderner Technologie zur Bereitstellung finanzieller Dienstleistungen durch Unternehmen, die (ursprünglich) aus dem Nichtbankenbereich stammen.“ Bei EY heißt es: „Unternehmen, die innovative Geschäftsmodelle mit Technologie kombinieren, um Finanzdienstleistungen zu unterstützen, zu verbessern und anzugreifen.“

Fintechs in Deutschland (Barkow Consulting)

Finanzierung

Anzahl:130
Venture Capital: 140 Millionen Euro

Proptech

Anzahl:145
Venture Capital: 105 Millionen Euro

Investment

Anzahl:50
Venture Capital: 38 Millionen Euro

Payments

Anzahl:44
Venture Capital: 43 Millionen Euro

Insurtech

Anzahl:52
Venture Capital: 43 Millionen Euro

Accounting

Anzahl:37
Venture Capital: 25 Millionen Euro

Sonstige

Anzahl:33
Venture Capital: 34 Millionen Euro

Bitcoin und Blockchain

Anzahl:11
Venture Capital: 10 Millionen Euro

Gastro

Anzahl:7
Venture Capital: 30 Millionen Euro

Finanzaggregation

Anzahl:6
Venture Capital: 36 Millionen Euro

Online-ID

Anzahl:8
Venture Capital: 4 Millionen Euro

API/Banking

Anzahl:12
Venture Capital: 1 Millionen Euro

Spenden

Februar 2016: 5
Februar 2015: 5

Quelle

Quelle: Comdirect-Analyse, basierend auf Barkow Consulting 'FinTech Money Map' (veröffentlicht am 17. November 2016)
Investitionen beziehen sich auf die ersten drei Quartale 2016

Beide Definitionen lassen viel Raum für Interpretationen. „Letztlich treffen wir im Team für jedes Unternehmen immer eine Einzelentscheidung und es gilt das Prinzip ‚you know it, when you see it’”, sagt Berater Peter Barkow. Und im Vergleich zum Vorjahr sieht er nun stolze 142 Fintechs mehr. Neuerdings hat er die Augen jedoch auch für sogenannte Proptechs geöffnet. Das sind Fintechs, die sich in der Immobilienbranche tummeln – Englisch „property“. Aktuelle Anzahl: 79. „Für uns gehören zum Finanzbereich nicht nur Banken, sondern auch die Immobilien- und Versicherungsbranche“, so Barkow. Er bevorzugt einen breiten Marktüberblick.

Bei EY hat man die Grenzen bedeutend enger gezogen. Der Bereich Proptech wurde nicht mitgezählt, ebenso wenig reine Vermittlerportale und reine Technologieanbieter. Damit dürfte schon ein Großteil der Differenz erklärt sein. „Wir haben bei jedem Unternehmen geprüft, ob es tatsächlich Teil der Wertschöpfungskette in der Finanzbranche ist“, sagt Jan-Erik Behrens, der die EY-Studie mit verfasst hat.

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Weniger streng waren die EY-Berater dagegen bei der Herkunft der Unternehmen. Gelistet seien alle Fintechs, die in Deutschland aktiv sind, auch wenn sie ihren Ursprung in einem anderen Land haben. So finden sich auch der aus Schweden stammende Bezahldienst iZettle und das österreichische Unternehmen Wikifolio in der Liste. Diese wiederum hat Barkow ausgeschlossen. Er habe nur Fintechs mit deutschem Ursprung gezählt.

Kommentare (4)

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03.03.2016, 15:29 Uhr

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Wie viele?

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Peter Meyfarth

03.03.2016, 15:38 Uhr

Schade,

hatte gerade gedacht,, ich könnte hier mal etwas wirklich schlaues schreiben.
Aber der Spiegel-Troll war wieder mal schneller.
Obwohl, dieser Artikel hat mich nicht wirklich interessiert, nur das Kommentieren macht wirklich Freude.

Account gelöscht!

03.03.2016, 15:43 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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