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22.06.2017

19:42 Uhr

Folgen der Wirtschaftskrise

Venezuela will Wertpapiere an japanische Bank verkaufen

Durch die Wirtschaftskrise sind die Reserven an Devisen in Venezuela erheblich zurückgegangen. Um dieser Entwicklung entgegenwirken zu können, plant das Land nun den Verkauf von Wertpapieren an eine japanische Bank.

Finanzkreise sprechen von einem Verkaufsvolumen von rund 710 Millionen Dollar. dpa

Venezuela verkauft an Nomura

Finanzkreise sprechen von einem Verkaufsvolumen von rund 710 Millionen Dollar.

CaracasVenezuela will offenbar mit dem Verkauf festverzinslicher Wertpapiere an die japanische Bank Nomura ihre durch die Wirtschaftskrise zusammengeschmolzenen Devisenreserven stärken. Im Gespräch sei ein Verkaufsvolumen von rund 710 Millionen Dollar, verlautete aus Finanzkreisen am Donnerstag. Die Papiere hatte Venezuela 2008 von Nomura gekauft, als das lateinamerikanische Land noch vom Ölboom profitierte. Sie sollen jetzt vor Ablauf der Fristen mit einem Rabatt an Nomura zurückgegeben werden.

Ein Abgeordneter der Opposition sagte, die Regierung setze ihre Verzweiflungsstrategie des Verkaufs von Vermögenswerten fort, um die Liquidität zu verbessern. Nomura hatte in diesem Monat bereits für 100 Millionen Dollar Anleihen des staatlichen Ölkonzerns PDVSA gekauft und dafür einen Rabatt in Höhe von 70 Prozent erhalten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs deckte sich zu ähnlichen Konditionen im Volumen von 2,8 Milliarden Dollar ein.

Venezuela leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise. Es herrschen Lebensmittelknappheit und eine extreme Inflation. Der Verfall des Ölpreises zehrt massiv an den Staatseinnahmen des Opec-Mitglieds.

Von

rtr

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