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10.07.2013

16:04 Uhr

Absturz

Paulson fällt immer tiefer

Der Absturz geht weiter: Seit Beginn des Jahres hat der Goldfonds des US-Investors bereits zwei Drittel verloren. Paulson hält dennoch an seiner Strategie fest. Er ist nicht der einzige, der kalt erwischt wurde.

Viel Verlust gemacht: Hedge-Fonds-Manager John Paulson. dpa

Viel Verlust gemacht: Hedge-Fonds-Manager John Paulson.

John Paulson, der einst so erfolgreiche Hedge-Fonds-Manager, muss für seinen PFR Gold Fund erneut ein großes Minus ausweisen. Im Juni ging es um rund 23 Prozent nach unten, wie aus einem Brief an die Investoren hervorgeht. Die Verluste belaufen sich damit auf 65 Prozent seit Beginn des Jahres.

Der Fonds verwaltet hauptsächlich das eigene Geld von Paulson. Der Name setzt sich zusammen aus den Initialen von Paulson sowie den beiden Gold-Experten Victor Flores und John Reade - kurz PFR. Unter allen Fonds, die der 19 Milliarden Dollar schwere Geld-Manager managt, ist er der kleinste - und der einzige mit einem Verlust seit Jahresbeginn.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Paulson will dennoch an seiner Strategie festhalten. Er will weiter in Gold und in die Aktien von Gold-Produzenten zu investieren - als Schutz vor einer Entwertung von Geld, während die Zentralbanken in aller Welt die Konjunktur mit Liquidität fluten. „Auch wenn der zeitliche Horizont unklar ist: Falls Sie eine langfristige Sichtweise einnehmen, dann bietet der Fonds das Potenzial für überdurchschnittliche Renditen“, heißt es in dem Brief, der Bloomberg vorliegt.

Im Juni hatte sich Gold unterm Strich um rund 12 Prozent verbilligt. Das war das größte Monatsminus seit dem Oktober 2008. Dahinter standen nicht zuletzt Andeutungen der Fed, sie werde ihre Konjunkturpakete zurückfahren.

Kommentare (17)

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bernardo

10.07.2013, 16:34 Uhr

Olle Paulson wird schon wissen, was er macht. Nachhaltige Strategie. Er istja schliesslich kein Dummkopf und läuft nicht jedem Trend hinterher.

Account gelöscht!

10.07.2013, 17:04 Uhr

@bernardo

"Nachhaltige Strategie."

Hinsichtlich Verluste ja. Paulson hat meiner Meinung nach den typischen Spekulantenfehler gemacht. Er hatte mal sehr grosses Glueck und dachte, er hat auch weiterhin ein Recht darauf.

Account gelöscht!

10.07.2013, 17:31 Uhr


aulson, eine hochinteressante Wallstreeeterscheinung.

Alan Greenspan hat ihn Goldangelegenheiten seinerzeit beraten, ihn sicherlich paar Nettigkeiten zur Goldbevorratung etc mitgeteilt. ... Sagen Bankkreise, B-Vertreter , die unverändert für ihr Klientel in Gold investieren. Ob doch was dran ist ? Bin geneigt die Richtung zu gehen.

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