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06.01.2004

15:20 Uhr

Adig setzt auf niedrige Kupons, Schoellerbank auf inflationsgeschützte Bonds

Manager von Rentenfonds glauben an steigende Inflationsrate

„Wir gehen für 2004 von einer anhaltenden Konjunkturverbesserung in den großen Wirtschaftsblöcken USA, Europa und Japan aus“, sagt Rentenfondsmanager Thomas Lange von der zur Commerzbank gehörenden Fondsgesellschaft Adig. Er erwartet deshalb weitere Anstiege der längerfristigen Anleihenrenditen.

HB/vwd FRANKFURT/M. Beim Euro-Rentenfonds Adig Adireth sei daher die durchschnittliche Restlaufzeit bereits von rund vier auf 3,2 Jahre verkürzt worden, so der Co-Fondsmanager Lange. Ein Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende November von 7,71 % bringt das Produkt auf Rang drei unter 248 Euro-Rentenfonds.

Lange zufolge liegt beim Adig Adireth das Hauptaugenmerk auf dem Erzielen einer hohen Nachsteuer-Performance. „Dazu kaufen wir Instrumente, die auf Kursgewinne abstellen, die in der Regel steuerfrei sind“, sagt der Experte. Die Erträge über typische Zinszahlungen sollen so möglichst niedrig gehalten werden. Thomas Portig, Leiter des Fondsanalyse- Teams von H.C.M. Capital Management, befürwortet diesen Ansatz: „Durch die Bevorzugung von Papieren mit niedrigen Kupons kann der Adig Adireth unter steuerlichen Gesichtspunkten interessant sein.“

Fondsmanagerin Caroline Höll von der zur österreichischen Schoellerbank gehörenden Fondsgesellschaft Schoellerbank Invest rechnet im Gegensatz zu Adig-Mann Lange nicht mit einem Anstieg der längerfristigen Renditen – zumindest nicht mit deutlichen Aufwärtsentwicklungen. Der Markt habe seit Juni schon sehr viel vorweggenommen. Beim Schoellerbank Realzins Plus T, der ausschließlich in Anleihen investiere, die mit einem Schutz vor der europäischen Inflationsentwicklung ausgestattet sind, fühle sie sich mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 8,6 Jahren recht wohl.

Allerdings stehe die Laufzeitsteuerung nicht im Vordergrund, da die Performance des Fonds nicht nur von der Zins-, sondern auch von der Inflationsentwicklung beeinflusst werde. Höll: „Wir sind bei der Auflegung des Fonds im September 2002 davon ausgegangen, dass die Inflation tendenziell unterschätzt wird und wollten unseren Anlegern eine Möglichkeit bieten, sich vor Inflationsgefahren zu schützen.“ Mit dieser Strategie erzielte der Schoellerbank Realzins Plus T eine Performance von plus 6,82 % und liegt damit auf dem achten Rang.

„Die Inflationsrate kann eigentlich nicht mehr sinken und wird tendenziell steigen, wodurch automatisch das Problem von Zinssteigerungen auftaucht“, sagt Fondsanalyst Portig. In diesem Szenario dürfte sich nach seiner Einschätzung das Schoellerbank-Produkt mit der hohen Quote an inflationsgeschützten, variabel verzinslichen Papieren weiter gut entwickeln.

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