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16.01.2007

21:03 Uhr

Aktienfonds

Schwellenbörsen liegen vorn

VonIngo Narat

Nachdem schon das vorherige Jahr spektakuläre Ergebnisse lieferte, schlossen Investmentfonds 2006 abermals erfolgreich ab. In vielen wichtigen Anlagegruppen verbuchen die Investoren zweistellige prozentuale Gewinne, Verluste sind die Ausnahme. An der Spitze der Hitliste stehen dabei Aktienportfolios für Schwellenländer und europäische Werte. Ab 2007 steigen jedoch die Risiken.

FRANKFURT. Die Übersicht basiert auf der Datenauswertung der Analysegesellschaft Feri Rating & Research mit rund 9 200 in Deutschland zugelassenen Investmentfonds inländischer und ausländischer Anbieter. In die vorliegende Auswertung gehen jene zwei Drittel dieser Produkte ein, die den ausgewählten 38 wichtigen Anlageausrichtungen zugeordnet werden können. Die Reihenfolge richtet sich nach der durchschnittlichen Wertveränderung aller Fonds für den jeweiligen Schwerpunkt.

Zusätzlich weist die Tabelle zur längerfristigen Orientierung die durchschnittlichen Veränderungen über einen Fünfjahreszeitraum aus. Parallel zur Gesamtübersicht startet das Handelsblatt heute im Rahmen seiner täglichen Beiträge über die Wertentwicklung einzelner Fondsgruppen mit den ausführlichen Jahresanalysen auf Seite 9.

Jahresgewinner 2006 sind die Fonds für Aktien aus Hongkong und China, die im Schnitt über 42 Prozent im Plus liegen. Am besten arbeiteten die Manager von JPMorgan Asset Management: Sie schafften knapp 79 Prozent Wertgewinn. „Wir glauben weiter an eine mehrjährige chinesische Aktienstory“, sagt Sherene Ban aus dem JPMorgan-Aktienteam in Tokio. Allerdings seien Investments nach den starken Gewinnen mit größeren Risiken behaftet.

Auch der Chefstratege von Invesco in Hongkong, Patrick Shum, bleibt China treu. „Die soliden Fundamentaldaten werden die Märkte auch 2007 stützen“, ist er überzeugt. Der Invesco-Mann setzt vor allem auf die Aktien mit Phantasie für den Aufbau der chinesischen Infrastruktur. Die Börsen der weiteren Schwellenländerregionen setzen ihren Aufwärtstrend ebenfalls in beeindruckender Weise fort. Portfolios für Lateinamerika und Osteuropa folgen den Chinadepots auf den Rängen zwei und drei.

Die weltweit streuenden Emerging-Markets-Fonds rangieren auf Platz neun. In dieser Gruppe führt Michael Konstantinov mit dem Fonds BRIC Stars für Investments in Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC). Der Leiter des Schwellenländerteams bei Allianz Global Investors hält an seinem Optimismus für die Schwellenländer fest: „Das Gewinnwachstum wird 2007 mit knapp 20 Prozent ähnlich hoch sein wie in den Vorjahren – es bleibt ein wichtiger Kurstreiber.“

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