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03.01.2008

09:11 Uhr

Aktienprodukte

Erfolgsgebühren werden immer beliebter

Fondshäuser statten ihre Aktienprodukte immer öfter mit Erfolgsgebühren aus. Das errechnete der Datenanbieter Lipper Fitzrovia in London. Der Mix aus fixer Jahresgebühr und erfolgsabhängiger Gebühr ist bei Hedge-Fonds gängiger Teil des Geschäftsmodells. Dieses Konzept beginnt sich nun auch bei den klassischen Investmentfonds durchzusetzen.

ina FRANKFURT. Den Schätzungen zufolge waren vor fünf Jahren erst acht Prozent aller in Deutschland angebotenen und aktiv verwalteten Aktienfonds mit einer sogenannten „Performance Fee“ versehen. Der Prozentsatz stieg in den Folgejahren stetig an und erreichte im vergangenen Jahr 17 Prozent. Bei den ausschließlich hierzulande aufgelegten Aktienfonds liegt der Anteil aktuell sogar bei 20 Prozent.

Ähnlich sehen die Zahlen für jene Produkte aus, die Erfolgsgebühren nicht nur vorsehen, sondern sie auch tatsächlich zahlen. Laut Lipper Fitzrovia stieg diese Quote bei den aktiv verwalteten Aktienfonds in fünf Jahren von zwei auf zwölf Prozent. Die Anbieter belasten die Gebühr meist dann, wenn der Fonds besser rentiert als eine festgelegte Vergleichsmesslatte. In diesen Fällen behalten sie einen Teil der Mehrrendite ein.

Erfolgsgebühren erheben die Fondshäuser zusätzlich zur regulären laufenden Gebühr, der als Entlohnung für die Managementleistung vorgesehenen Verwaltungsgebühr. Für die in Deutschland angebotenen Produkte werden derzeit im Schnitt und inklusive von Zusatzkosten – wie etwa des Aufwands für Wirtschaftsprüfer oder für den Druck von Rechenschaftsberichten – knapp 1,9 Prozent einbehalten. Diesen Betrag ziehen die Anbieter vom Fondsvermögen ab.

Das macht sich in der Gesamtbelastung durchaus bemerkbar, wie beispielsweise an den grenzüberschreitend angebotenen Aktienfonds britischer und US-amerikanischer Anbieter abzulesen ist. Aktienprodukte ohne vorgesehene Erfolgsgebühr behalten durchschnittlich 1,9 Prozent pro Jahr ein, die mit Zusatzgebühr 2,3 Prozent.

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