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05.01.2007

08:41 Uhr

Ampega Gerling und HSH Nordbank erfolgreich

Rentenfondsmanager suchen steuerfreie Erträge

VonThomas Wilkens (Der Fonds)

Das Attribut "steueroptimiert" macht sich in diesen Wochen gut als Verkaufsargument für einen Rentenfonds. Ampega Gerling und HSH Nordbank sind mit ihrem globalem Portfolio erfolgreich.

Das Ranking der internationalen Rentenfonds. Tabelle: Handelsblatt

Das Ranking der internationalen Rentenfonds. Tabelle: Handelsblatt

HAMBURG. Die Bundesregierung hat zum 1. Januar die Freibeträge für Zinseinkünfte kräftig zusammengestrichen. Statt 2 842 Euro bleiben für verheiratete Anleger inklusive Werbungskostenpauschale nur noch 1 602 Euro ohne Abzug, bei einem Single sind es sogar nur 801 Euro.

Umso besser, wenn ein als steueroptimiert angebotener Rentenfonds wie der Johannes Führ Renten Wachstum von Ampega Gerling auch noch zu den Spitzenreitern seiner Kategorie gehört: Mit einem Zwölf-Monats-Plus von 2,78 Prozent zum Stichtag 30. November belegt der im Oktober 2005 aufgelegte und von der in Basel und Frankfurt ansässigen Vermögensverwaltung Johannes Führ betreute Fonds unter 177 global investierenden Rentenfonds Rang vier.

"Wir wollen Kursgewinne einfahren, keine Zinserträge", umreißt Allan Valentiner von der Frankfurter Führ-Niederlassung das vorrangige Ziel. Dafür begibt er sich mit seinen Kollegen auf die Suche nach auf Euro lautenden Papieren, deren Bonität sich aller Voraussicht nach in naher Zukunft verbessern wird. Folglich besteht das Portfolio zu weiten Teilen aus Unternehmensanleihen (Corporates) und von Schwellenländern begebenen Anleihen; Staatsanleihen aus Industrieländern dienen nur als Beimischung. Trotz der gesunkenen Renditeabstände von Corporates gegenüber Staatsanleihen sieht Valentiner in diesem Segment auch 2007 noch vergleichsweise gute Chancen. "Interessant sind vor allem Finanztitel sowie Bonds von Automobilherstellern wie General Motors, Ford, Toyota oder auch Fiat", urteilt er. Den Anteil von Telekom-Anleihen hat der Führ-Manager dagegen in den vergangenen Wochen auf zwölf Prozent reduziert.

Auch bei dem aktuellen, von der HSH Nordbank in Luxemburg betreuten Spitzenreiter Lilux Rent konnten Anleger in den vergangenen Jahren beträchtliche Anteile des Wertzuwachses steuerfrei kassieren. Dort stammt der steuerfreie Anteil der Performance allerdings in erster Linie aus Währungsgewinnen sowie aus der Beimischung von Wandelanleihen; Corporates spielen nur eine untergeordnete Rolle. "Mindestens zwei Drittel des Fondsvermögens bestehen aus Euro-Anleihen", betont Roland Haller, der im Oktober den langjährigen Manager Hanns Grad abgelöst hat. Dessen Politik, auf eine möglichst stetige Fondspreisentwicklung zu achten, will er fortführen.

Gute Chancen auf der Währungsseite sieht Haller in den kommenden Monaten unter anderem beim südafrikanischen Rand, der von einer nachhaltig anziehenden Rohstoffnachfrage profitieren sollte, sowie bei der isländischen Krone. Die aktuell gehaltenen Anleihen in US-Dollar sind dagegen zur Hälfte währungsgesichert.

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