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06.01.2005

10:58 Uhr

Anlage in Asset Backed Securities erhöht Fondsertrag

Schwierige Renditejagd am Geldmarkt

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält ihren Leitzins seit über einem Jahr bei niedrigen zwei Prozent. Daher fällt es den Managern der Euro-Geldmarktfonds schwer, Renditen deutlich oberhalb dieser Marke zu erwirtschaften.

HB FRANKFURT/M. Zu den erfolgreichen Produkten zählen der Uni Euro Flex von Union Investment sowie der Deka-Euro Flex Plus TF der Deka Investment. Beide Produkte erzielten binnen Jahresfrist ein Plus von 2,48 Prozent (Tabelle) - erreichten dies aber mit unterschiedlichen Anlagepolitiken.

Der über eine Milliarde Euro schwere Deka-Euro Flex Plus TF investiert laut Deka-Fondsmanager Stephan Schumann überwiegend in Asset Backed Securities (ABS), also in mit Forderungen besicherte Wertpapiere. Dabei legt der Fonds vor allem in variabel verzinsliche Wertpapiere an. „Der Rendite-Vorsprung unseres Portfolios beträgt etwa 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Geldmarktsatz 3-Monats-Euribor, der derzeit bei 2,1 Prozent liegt“, erläutert Fondsmanager Schumann.

Der Uni Euro Flex investiert auch in Anlagen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten. Deren Anteil beträgt jetzt rund 40 Prozent. „Die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei knapp einem Jahr“, sagt Fondsmanager Jürgen Vogler. Er investiert vor allem in Bankschuldverschreibungen und Pfandbriefe. Im vergangenen Jahr baute der Fonds auch erste Investments in ABS auf. Deren Anteil liegt bei vier Prozent.

Thierry Feltgen, Fondsanalyst bei Fund-Market, weist darauf hin, dass beide Produkte geldmarktnah aktiv gemanagt werden. Sie investierten demnach auch in Anlagen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr und wiesen damit ein etwas höheres Risiko auf als reine Geldmarktfonds. „Obwohl beide Produkte von der Rendite her nahezu gleich auf liegen, zeigt der Uni Euro Flex deutlich stärkere Wertschwankungen“, stellt Feltgen fest.

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