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30.03.2006

11:55 Uhr

Anlagegeschäft

Konsolidierung gewinnt in der Branche an Fahrt

Den jüngsten Mega-Deals in der US-Anlagebranche werden weitere folgen – auch außerhalb der Neuen Welt.

HB FRANKFURT.„Damit rechne ich fest in den kommenden Jahren“, sagt Nicholas Moreau, der die über 400 Mrd. Euro schwere Firma Axa Investment Managers leitet. Alan Grisay, Vorstand der Konkurrentin F&C mit 190 Mrd. Euro, nennt als potenzielle Verkäufer von Anlagesparten deutsche, belgische und niederländische Banken sowie Versicherer.

Trendsetter bei den Großfusionen war Legg Mason. Die US-Gesellschaft hatte 2005 die Anlagesparte der Citigroup übernommen und war mit einem Vermögen von umgerechnet fast 700 Mrd. Euro zu einem der weltgrößten Verwalter aufgestiegen. Vor kurzem erwarb der US-Bondspezialist die Fondsaktivitäten von Merrill Lynch und betreut nun über 800 Mrd. Euro.

„Ähnliche Entwicklungen werden wir in Europa sehen“, glaubt Grisay. Seiner Beobachtung nach ist die Senkung der Fixkosten nur eine der treibenden Kräfte. „Es geht außerdem um die Trennung von Vertrieb und Fondsmanagement“, sagt er. So erwarb Legg Mason das Anlagegeschäft der Citigroup, gab im Gegenzug die Brokersparte an Citigroup ab. Ähnlich trennte sich Merrill vom Anlagegeschäft, behielt jedoch den Brokerbereich. „Aufsichtsbehörden können sich immer weniger damit anfreunden, dass ein Vertrieb eigene Produkte verkauft“, sagt Grisay. Anleger drängten ohnehin auf ein umfassendes Produktangebot.

Weltweit haben Morgan Stanley und Franklin Resources Interesse an Zusammenschlüssen bekundet. In Europa deutete Henderson Kaufbereitschaft an. „Hier werden die Fusionen eher über die Muttergesellschaften getrieben sein als über die Ausgliederung entsprechender Sparten“, glaubt aber Richard Wohanka, Geschäftsführer der über 100 Mrd. Euro großen Fortis Investments. Das trifft beispielsweise auf die deutsche Activest zu, die nach dem Kauf der Mutter Hypo-Vereinsbank durch Unicredit in deren Anlagegesellschaft Pioneer Investments integriert wird.

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