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12.01.2007

14:40 Uhr

Anlagehäuser drängen an die Börse

Übernahmewelle bei Fonds

VonIngo Narat

Im Asset-Management geht der Trend weltweit in Richtung Konsolidierung. Allein in den vergangenen zwölf Monaten gab es mehr als ein Dutzend größerer Transaktionen in Europa und Nordamerika.

Aufkäufe im Asset-Management 2006

Aufkäufe im Asset-Management 2006

FRANKFURT. Die jüngsten milliardenschweren Aufkäufe in der Anlagebranche reflektieren den Glauben an das künftige Ertragspotenzial. „Es gibt noch sehr viel Raum für Wachstum, so dass Fusionen und Aufkäufe weiterhin sinnvoll sind“, sagt Juan Manuel Mendoza, Fondsmanager bei der Clariden Bank in Zürich.

Das Vermögen der gut betuchten Privathaushalte wird innerhalb einer Fünfjahresperiode bis zum Jahr 2009 um rund zwölf auf 42 Bill. Dollar steigen. Dieser von Capgemini und Merrill Lynch geschätzte Vermögenszuwachs ist einer der Wachstumsmotoren für die Anlagebranche. Dazu kommen die Zwänge zu verstärkter privater Altersvorsorge sowie der Drang der Investoren in alternative Anlagen mit höheren Margen. „Asset-Management bleibt ein profitables Geschäft“, urteilt deshalb Martin Huber, Partner der Unternehmensberatung McKinsey in München.

Noch nicht abgeschlossen ist der Verkauf der US-Fondsgesellschaft Putnam an das kanadische Haus Power Financial. In Europa unterstrich Barclays Global Investors vor wenigen Wochen seine Ambitionen im Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds durch den Erwerb der HVB-Tochter Indexchange.

Den größten Coup landete Blackrock-Chef Laurence Fink mit dem Kauf der 544 Mrd. Dollar schweren Anlagesparte von Merrill Lynch. „Treiber sind der Wunsch nach Größe, breitem Produktangebot sowie die Ergänzung von Produktpaletten und Kundengruppen“, sagt Mendoza, der einen eigenen Aktienfonds für börsennotierte Asset-Manager betreut. Das US-Haus Blackrock ist auf das Anleihegeschäft mit institutionellen Kunden konzentriert, die ehemalige Merrill-Sparte ist dagegen in Europa auch bei Privatanlegern und im Aktienbereich aktiv. Ein breites Produktangebot macht weniger abhängig von Entwicklungen in einzelnen Marktsegmenten.

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