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07.10.2012

14:11 Uhr

Anlagestrategie

Das sind die besten Fonds

VonIngo Narat

Zu Beginn der Krise vorsichtig, später dann offensiv. Mit dieser Strategie haben sich Fondsmanager gegen die Krise und die Konkurrenz durchgesetzt. Das Handelsblatt stellt Ihnen die Besten unter den Geldverwaltern vor.

Handelsblatt stellt die erfolgreichsten Geldverwalter vor. Mit diesen Strategien boten die Fondsmanager der Krise erfolgreich die Stirn. gms

Handelsblatt stellt die erfolgreichsten Geldverwalter vor. Mit diesen Strategien boten die Fondsmanager der Krise erfolgreich die Stirn.

FrankfurtTaumelnde Staaten, wankende Banken, explodierende Schulden und ein gefährdeter Euro. An schlechten Nachrichten ist kein Mangel. Und das nun schon seit fünf Jahren. Seit dieser Zeit stolpern Politiker und Banker durch die Untiefen einer überschuldeten Welt.

Die Investoren sind verunsichert, gar verängstigt. Zu Recht, denn die Welt ist gespickt mit Risiken. Aber es gibt sie, die Vermögensverwalter, die in schwierigsten Zeiten für ihre Anleger eine attraktive Rendite herausholen. Das illustriert eine Handelsblatt-Auswertung für die in Deutschland zugelassenen Investmentfonds mit einem Mindestvermögen von 100 Millionen Euro. In den wichtigen Fondsgruppen, mit denen langfristige Investoren Vermögen bilden wollen, zeigt sich in der Fünfjahresbilanz: Die Besten ihres Fachs haben sich als Krisenbewältiger bewährt.

Im Zentrum der Auswertung stehen vier wichtige Anlagegruppen für die langfristige Vermögensbildung: global und europaweit anlegende Mischfonds, globale Aktienfonds und die zuletzt gefragten Absolute-Return-Produkte, die defensiv agieren und vor allem Verluste vermeiden wollen. Das Handelsblatt sprach mit den Verwaltern, die in jedem dieser Segmente die höchsten Erträge an ihre Anleger ablieferten.

In den Gewinnerlisten tauchen Namen wie Luca Pesarini von Ethna oder Didier Saint-Georges vom französischen Haus Carmignac auf. Es gehören aber auch Tim Haywood von der schweizerischen Firma GAM und Clyde Roussow von der angelsächsischen Gesellschaft Investec dazu. Ihre Strategien werden auf den nächsten Seiten beschrieben.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Die Leistung der Topmanager ist hoch einzuschätzen. Ihre Renditen liegen nicht nur weit über ihren Vergleichsindizes, sondern auch weit über dem Durchschnitt ihrer Konkurrenten. Ein krasses Beispiel: Bei den globalen Aktienfonds liegt das Investec-Produkt mit jährlichen 15,6 Prozent Rendite vorne, weit mehr als der Welt-Aktienindex mit 0,5 Prozent brachte.

Nur 15 Prozent der globalen Aktienfonds haben den Index geschlagen. Bei den international anlegenden Mischfonds ist diese Erfolgsquote besonders gering. Hier schaffen nur 2,5 Prozent der Produkte eine höhere Rendite als die Messlatte, das sind sechs Fonds von 240. Für Anleger ist also die sorgfältige Auswahl ihres Managers entscheidend.

Kommentare (6)

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bjarki

07.10.2012, 16:26 Uhr

Das HB meint wohl, dass diese temporären Glücksritter am ehesten von unten an die Benchmark gekommen sind.

Account gelöscht!

07.10.2012, 17:15 Uhr

So ein Quatsch. In 1 oder 2 Jahren dürfen wir dann hier lesen, wie das HB genau diese Fondsmanager wegen Underperformance und Geldvernichtung an den Pranger stellt. Beim Glückspiel mit ein paar tausend Mitspieler trifft eben auch mal ein blindes Huhn.

anonym

07.10.2012, 18:38 Uhr

Hallo HB,bitte mal die WKN mit angeben. Das erspart langes Suchen und macht die Sache eindeutig.

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