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25.09.2013

13:53 Uhr

Anlagestrategie

Der Trick mit der Währung

Die Aktienmärkte haben sich in diesem Jahr blendend entwickelt. Wer allerdings die Schwankungen an den Devisenmärkten berücksichtigt hat und auf währungsgesicherte Indexfonds setzte, verdiente doppelt und dreifach.

Währungsbesicherte Indizes können besonders lukrativ sein. dpa

Währungsbesicherte Indizes können besonders lukrativ sein.

DüsseldorfEine Rendite von fast zwölf Prozent in nur acht Monaten, das kann sich sehen lassen. Vor allem in Zeiten von Niedrigzinsen, in denen Bundesanleihen oder Tagesgeld kaum noch die Inflationsrate ausgleichen. Fast zwölf Prozent, so viel haben Anleger verdient, die zu Jahresbeginn in den weltweiten Aktienindex MSCI World investiert haben, beispielsweise über einen börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund, kurz ETF). Doch es wäre noch mehr drin gewesen: Noch zwei Prozent besser wäre die Entwicklung gewesen, wenn Anleger sich für die währungsbesicherte Variante des Weltindizes entschieden hätten. Das Beispiel zeigt, wie Währungsschwankungen das Ergebnis der Geldanlage beeinflussen.

Noch deutlicher fällt die Bilanz auf Sicht von einem Jahr aus: Das währungsbesicherte Index schafft ein Plus von knapp 20 Prozent, der MSCI World ohne Währungssicherung schafft nur zwölf Prozent. Der Grund: „Seit 2012 ist eine nachhaltige Schwächung von wichtigen Währungen wie US-Dollar, Pfund und Yen gegenüber dem Euro zu beobachten“, sagt Kai Bald, ETF-Experte von Deutsche Asset & Wealth Management (DB X-Trackers). „Da nur zwölf Prozent der Aktien im MSCI World aus dem Euro-Raum kommen, hat dieser Effekt zu einer deutlich schlechteren Entwicklung des MSCI Word gegenüber der Euro-hedged Variante geführt.“

Erfolgsgeschichte ETF

1000 ETFs

In nun zwölf Jahren ist die Anzahl der auf Xetra gelisteten, börsengehandelten Indexfonds auf mehr als 1000 gestiegen. Fünf ETFs von db X-trackers der Deutschen Bank, die an Indizes mit Aktien aus Bangladesch, Pakistan, den Philippinen, Singapur und Japan gekoppelt sind, haben am 22. August 2012 die 1.000er-Marke gerissen.

Verwaltetes Vermögen

Rund 180 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen ist in Aktien-, Renten- und Rohstoff-ETFs investiert. (Stand: 22. August 2012)

Aktien-ETFs

Die Mehrheit der ETFs bildet Aktienindizes aus 48 unterschiedlichen Länder und Regionen, 26 Branchen sowie zu neun verschieden Themen ab.

Renten-ETFs

218 Indexfonds ermöglichen Zugang zu Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder dem Geldmarkt.

Währungen und Rohstoffe

Im größten Produktangebot Europas findet der Anleger auch ETFs, die Rohstoffindizes, Hedge-Fonds, Volatilität und Währungen abbilden.

Der Löwenanteil der Aktien im MSCI World notiert in anderen Währungen, vor allem US-Dollar, japanische Yen und britisches Pfund. Verlieren diese Währungen an Wert gegenüber dem Euro, beeinflusst das die Wertentwicklung für Euro-Anleger. Diesen Effekt soll ein neuer ETF weitgehend vermeiden: DB X-Trackers hat einen währungsgesicherten Indexfonds auf den MSCI World (WKN DBX0KQ) an die Börse gebracht. Ein vergleichbares Produkt gibt es auch von iShares (WKN A1H53Q). Zuletzt hätte die Absicherung Anlegern sogar satte Zusatzrenditen beschwert.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.09.2013, 17:54 Uhr

"Die Aktienmärkte haben sich in diesem Jahr blendend entwickelt. Wer allerdings die Schwankungen an den Devisenmärkten berücksichtigt hat und auf währungsgesicherte Indexfonds setzte, verdiente doppelt und dreifach"

prima, auch die jenigen, die die Lottozahlen richtig geraden haben, haben im nachhinein ein prima Geschäft gemacht...

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