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30.08.2012

14:03 Uhr

Ansgar Guseck

„Folgen Sie dem Fondsmanager“

VonDörte Jochims

„Verkaufen“ lautet die klare Strategie der Sauren Dachfonds, wenn bei einem Fonds im Portfolio der Manager geht. Macht er sich dann mit einem eigenen Fonds selbstständig, stehen die Dachfondsverantwortlichen bei Sauren in den Startlöchern. Vorstand Ansgar Guseck erläutert, was von Managerwechseln zu halten ist.

Börse in Frankfurt. Auf den richtigen Fondsmanager kommt es an. dpa

Börse in Frankfurt. Auf den richtigen Fondsmanager kommt es an.

Handelsblatt Online: Herr Guseck, im Juli hat beim Aktienfonds Fidelity European Growth der Fondsmanager gewechselt. Haben Sie sich bereits eine Meinung zu Mark Siddle bilden können?

Ansgar Guseck: Ein Kollege hat mit dem neuen Manager gesprochen und sich ein Bild gemacht. Ich konnte aber den Bericht noch nicht lesen, da ich heute erst aus dem Urlaub zurückgekehrt bin. Mit unseren Dachfonds investieren wir ohnehin selten in derart große Portfolios. Wir sind also vom Wechsel nicht direkt betroffen.

Sauren Research bewertet keine  Fonds, sondern Fondsmanager. Nur wer dauerhaft einen Mehrwert gegenüber der Benchmark erzielen kann, erhält Goldmedaillen.  Ihre Dachfonds investieren dann in die Besten der Klasse. Ist damit Ihre Anlagestrategie richtig beschrieben?

Grundsätzlich ja. Als wir 2002 unser Fondsmanager-Rating ins Leben gerufen haben, gab es nur quantitative Ratings auf den Markt. Doch das reichte uns nicht. Wir haben uns gefragt, was die wichtigsten Erfolgskriterien bei Fonds sind. Stets beeinflussen mehrere Faktoren die Performance eines Fonds. Aber letztlich ist es der Fondsmanager, der die entscheidende Rolle spielt. Denn er übernimmt die Verantwortung für ein Portfolio. Bei erfolgreichen Managern versuchen wir dann einzuschätzen, ob er seinen Erfolg wiederholen kann. Dazu wollen wir wissen, wie die Manager ticken, woher die Performance kommt und was sie anders machen als andere.

Wenn nun bei einem Fonds, in den Sie investiert haben, der Manager geht; steigen Sie aus?

Ja. Bisher sind wir nur einmal investiert geblieben, weil wir rechtzeitig informiert wurden und die Nachfolgerin bereits sehr gut kannten. Aber grundsätzlich ziehen wir nach dem Weggang eines Managers die Reißleine. Wir warten auch keine Gespräche mit dem neuen Verantwortlichen ab. Denn unser Hauptgrund zu investieren, ist die Qualität des Fondsmanagers. Die Fondsgesellschaften wissen aber, dass wir in solchen Fällen aussteigen.

Muss denn ein Fondsmanagerwechsel für Anleger grundsätzlich schlecht sein?

Jein: Ist der Manager, der das Portfolio vorher verwaltet unterdurchschnittlich, kann es für Anleger durchaus positiv sein, wenn er ersetzt wird. Ist der Manager jedoch top –dann ist ein Weggang problematisch.

Gab es Situationen, wo es für Sie nachteilig war, auf Grund eines Wechsels auszusteigen?

Wenn wir verkauft haben, beobachten wir die Fonds nicht mehr systematisch. Schließlich  haben wir nach dem Verkauf bessere Optionen, um  Geld zu investieren. Aber wir hatten vor einiger Zeit tatsächlich so einen Fall. Wir hatten Kapital abzogen, weil es bedeutende Veränderungen auf Ebene der Fondsgesellschaft gab und es unklar war, was mit dem Fondsmanager passieren würde. Doch dann entwickelte sich alles zum Besseren und die neuen Rahmenbedingungen sind mindestens gleichgut. Wir sind dann wieder eingestiegen.

Kommentare (1)

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Koko

30.08.2012, 14:26 Uhr

Folgen Sie dem Fondsmanager?

Was ist das denn für ein sch**** Titel??

Sie sollen nicht dem Fondsmanager folgen, sondern sich selbst.

Der beste Ratgeber ist immer Sie selbst.

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