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28.01.2009

09:30 Uhr

Auch japanische Spezialfonds leiden

Baisse erwischt Nebenwerte in Tokio

VonChristian Kemper

Selbst die Spezialfonds konnten sich 2008 nicht von den sinkenden Kursen an den Aktienmärkten abkoppeln. So mussten die Japanexperten unter den Vermögensverwaltern im vergangenen Jahr einen durchschnittlichen Wertverlust von 25 Prozent verbuchen.

Quelle: gms

FRANKFURT. Besser als der Vergleichsindex, aber immer noch negativ entwickelte sich der Japan-Smaller-Companies-Fund von Fidelity. Denn der Fondsmanager setzt auf defensive Aktien mit überwiegendem Inlandsgeschäft. "In fallenden Aktienmärkten bevorzugen wir Unternehmen, die möglichst isoliert von einer globalen Rezession wirtschaften", sagt Jun Tano von Fidelity. Er setzt auf unterbewertete Aktien von kleinen und mittelständischen Unternehmen mit guten Gewinnaussichten.

Derzeit hat er japanische Dienstleister in seinem Portfolio übergewichtet. Sein Tipp: der CD- und DVD-Verleiher Culture-Convenience-Club und das Internetportal Rakuten. Ebenfalls optimistisch ist er für den japanischen Immobiliensektor. Eher pessimistisch hingegen ist er für japanische Technologiewerte und Automobilehersteller eingestellt. "Die Aktienkurse in den beiden Branchen fallen, weil der Yen mehr und mehr an Stärke gewinnt und gleichzeitig die weltweite Nachfrage fällt", sagt Tano.

Doch auch die Japaner selbst müssen in den kommenden Monaten mit einer Konjunkturflaute rechnen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im vierten Quartal 2008 zum dritten Mal in Folge. Im gleichen Zeitraum sank die industrielle Produktion auf ihr niedrigstes Niveau seit den 1950er Jahren. So wird Expertenmeinungen zufolge auch die inländische Nachfrage die geringere Exportquote nicht ersetzen können. Allerdings spielen dann gerade die Nebenwerte ihre beste Karte aus: Denn ausgewählte Nischenaktien werden auch in der Rezession wieder gewinnen können.

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