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08.02.2006

17:09 Uhr

Aufwertung der US-Währung

Mischfonds in Dollar führen Rangliste an

VonAndreas Scholz (Der Fonds)

Bei Geldanlagen in Fremdwährungen von zusätzlichen Risiken zu sprechen, ist nur die halbe Wahrheit. Welche positiven Auswirkungen es haben kann, in Fonds in fremder Valuta zu investieren, zeigt ein Blick auf die Bilanz von 113 konservativen Mischfonds für das Jahr 2005.

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HAMBURG. Die Plätze eins bis acht belegen in Dollar notierende Fonds, Platz neun geht an ein auf Pfund Sterling lautendes Produkt (siehe Tabelle am Ende des Artikels). Da der US-Dollar 2005 gegenüber dem Euro um rund 13 Prozent zulegte, ließen sich auch mit einer eher konservativen Anlagepolitik bis zu 21,58 Prozent Wertzuwachs erzielen.

Fast alle führenden Fonds wenden sich allerdings ausdrücklich an Anleger, deren Heimatwährung der US-Dollar ist und die deshalb mögliche Verluste des Greenback gegenüber dem Euro nicht fürchten müssen. Das zeigt die aktuelle Anlagepolitik des Spitzenreiters ACM Global Conservative Portfolio: Der von einem Team aus insgesamt sieben Managern betreute Fonds ist derzeit zu 85 Prozent in Dollarpapieren investiert, obwohl die Analysten der US-Gesellschaft 2006 auf der Währungsseite eine Abschwächung gegenüber dem Euro erwarten. Hintergrund: Die Europäische Zentralbank dürfte ihren Leitzins ACM zufolge mehrere Male erhöhen, wodurch sich die Anleiherenditen in den USA und Europa annäherten. Noch im vergangenen Jahr habe die unterschiedliche Rendite an den Anleihemärkten dem Dollar Auftrieb gegeben.

Welchen Effekt ein fallender US-Dollar für Anleger der Euro-Zone mittelfristig haben kann, zeigen die über drei Jahre erzielten Ergebnisse der Vergleichsgruppe. So war zwischen 2003 und 2005 selbst mit dem Schlusslicht des vergangenen Jahres, dem bei HSBC Trinkaus in Luxemburg aufgelegten Lux Global Re-Invest, ein besseres Ergebnis zu erzielen als mit diversen Spitzenreitern.

HSBC-Berater Detlef Kohlhase investiert rund 90 Prozent seines Portfolios in Bundesobligationen und Pfandbriefen, der Rest verteilt sich auf Genussscheine, Unternehmensanleihen und ausländische Titel. Ein Papier wurde zeitweise zum Belastungsfaktor: "Wir hatten fünf Prozent des Fondsvermögens in einen Genussschein der Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden investiert, der mehr als 60 Prozent an Wert verlor", erzählt Kohlhase. Das habe den Fonds 3,5 Prozentpunkte Performance gekostet.

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